Staatskanzlei Luzern

Neuerungen an der Volksschule zum Schuljahresbeginn

    Luzern (ots) - Heute Dienstag beginnen in 18 Gemeinden des Kantons Luzern die Schulen mit dem Unterricht. In den anderen 78 Gemeinden beginnt der Unterricht an den Volksschulen am nächsten Montag.

    Auf das neue Schuljahr hin sind die Umsetzungsarbeiten an den beiden grössten Schulentwicklungsprojekten der letzten Jahrzehnte abgeschlossen worden. So ist nach zehnjähriger Projektarbeit das Vorhaben "Schulen mit Profil" erfolgreich beendet worden. Die wichtigsten Neuerungen, die nun flächendeckend realisiert sind, lauten wie folgt:

    - Die Volksschulen werden alle von Schulleitungen geführt.

    - Die Schulen verfügen über ein Leitbild, ein Schulprogramm und einen Leistungsauftrag der Behörden.

    - Die Lehrpersonen sind im Rahmen ihres Berufsauftrags nicht nur für den Unterricht in ihren Klassen, sondern auch für die gesamte Schule verantwortlich.

    - Der Kanton überprüft die Schulen mit neuen Instrumenten (Evaluation, Controlling) und unterstützt diese bei ihrer Aufgabenerfüllung durch professionelle Beratung.

    Diese organisatorischen Neuerungen sind im neuen Gesetz über die Volksschulbildung verankert. Mit dem Abschluss der Gesetzesumsetzung werden zudem weitere wichtige Neuerungen verbindlich:

    - Obligatorium des Kindergartenbesuchs für ein Jahr

    - Vorverlegung des Schuleintritts um ein halbes Jahr (neuer
        Stichtag: 31. Oktober)

    - Einführung von "Ganzheitlich Beurteilen und Fördern" in allen
        ersten Primarklassen

    - Ausbau der Förderangebote auf besonders begabte Kinder

    - Einführung neuer Strukturmodelle und Förderangebote für die
        Sekundarstufe I.

    Mit dem Abschluss dieser Umsetzungsarbeiten verfügen die Luzerner Volksschulen über zeitgerechte Organisationsformen und aktuelle pädagogische Unterstützungsmittel. Die Schulen müssen sich aber weiterhin den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Deshalb beginnen in neun Gemeinden Pilotklassen mit der Erprobung einer neuen Schuleingangsstufe, der so genannten Basisstufe. In diesen neuen Klassen werden Kindergarten und Unterstufe gemeinsam geführt. Damit soll der Schuleintritt und eine frühe Förderung erleichtert werden. In den nächsten Schuljahren sollen die Erfahrungen dieser Klassen ausgewertet und zur Weiterentwicklung des Unterrichts verwendet werden.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Dr. Charles Vincent
Vorsteher Gruppe Volksschule
Tel. +41/(0)41/228'52'12



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