Staatskanzlei Luzern

Abschluss der A 2-Erweiterungsbauten Kriens-Horw: Eine Verkehrsouvertüre als Eröffnungsevent

    Luzern (ots) - Die A 2-Erweiterungsbauten Kriens-Horw sind ein aussergewöhnliches Werk und aussergewöhnlich wird auch die Eröffnung: Auf Bundesrat Moritz Leuenberger und die geladenen Gäste aus der ganzen Schweiz sowie das interessierte Publikum wartet am Freitag, 14. Mai 2004 eine einzigartige und geistreiche Verkehrsouvertüre. Ausstellungen und Erlebniselemente umrahmen am Freitag und Samstag, 14./15. Mai den Eröffnungsevent. Die Gemeinden Kriens und Horw feiern die Fertigstellung mit einem Chreiselfäscht.

    Das erneuerte Teilstück der Autobahn A 2 ist auch gleich die Bühne des Eröffnungsevents. Mitten im Tagesverkehr spielt die Verkehrsouvertüre - eine witzige Show über den Alltag auf der Autobahn. Abschliessen wird die rasante Vorstellung Bundesrat Moritz Leuenberger mit der offiziellen Eröffnung der Autobahn-Erweiterungsbauten. Die Verkehrsouvertüre beginnt am Freitag, 14. Mai, um 10.30 Uhr. Das Publikum kann die Autobahn-Show auf einer Tribüne mitverfolgen.  

    Packende Ausstellungen

    Informativ und unterhaltend vermitteln die Ausstellungsereignisse den Besucherinnen und Besuchern die Besonderheiten dieses bedeutenden Bauwerks. Von den technischen Herausforderungen des Projektes über die Bewältigung der logistischen Herausforderungen bis hin zu Fragen rund um die Bauphysik werden die unterschiedlichsten Inhalte und Fragen thematisiert.

    Manpower-Weg. Der mit Bauabschrankungen erstellte Weg zeigt anhand der baulichen Meilensteine die Realisierung des Grossprojektes.

    Transit-Bar. Die internationale Bar symbolisiert die A 2 zwischen Hamburg und Palermo und wartet mit den entsprechenden regionalen Köstlichkeiten auf.

    History Ride.  Ein auf einem Trax montiertes Kleinkino (Motionkino) ermöglicht einen spektakulären "Ritt" durch die Geschichte des Autobahnbaus und den Verlauf der Bauarbeiten.

    Lärm-Demo. Der Autobahnlärm und die Wirkung der an der A 2 realisierten Lärmschutzmassnahmen werden direkt hör- und erlebbar.

    Wasserschach. An einem eigens für die Eröffnung entwickelten Modell kann das Verhalten des Sickerwassers in unterschiedlichem Durchfluss erforscht werden.

    Luftstrom. Das Ausstellungselement vermittelt Erlebnisse mit Frischluft beim Normalverkehr, mit Frischluft im Brandfall oder mit Frischluft einfach "for fun".

    Traffic Club. Beleuchtungs- und Markierungsequipement dient als Disco-Lichtanlage. Die Reflektoren und Lauflichter der Strassenmarkierung werden zu einer fulminanten Lightshow.

    Containertour. In begehbaren Baustellencontainern werden imponierende Aspekte rund um das Bauwerk beleuchtet, Zusammenhänge aufgezeigt und erlebbar gemacht.

    Nostalgiebaustelle. Besucherinnen und Besucher können Bauarbeiter werden und sich mit Verdichtungsgeräten betätigen.

    Spezialfahrzeuge. Spezialfahrzeuge von der Tunnelreinigungsmaschine bis zum grössten Steinbrecher der Schweiz treten in Aktion.

    Aussichtsturm. Ein rund 20 Meter hoher Aussichtsturm vermittelt einen einzigartigen Überblick über das Baugelände.

    Informationsfahrten. Busreise durch das Baugelände mit Erläuterungen über alle zentralen Bauwerke.

    Die Ausstellungen und Erlebnisräume befinden sich unter und neben dem Kreisel Schlund und stehen allen Interessierten am Freitag 14. Mai, 15.00 bis 20.00 Uhr und am Samstag, 15. Mai, 09.00  bis 17.00 Uhr offen.

    Ein aussergewöhnliches Werk

    Die A 2-Erweiterungsbauten Kriens-Horw sind in verschiedener Hinsicht aussergewöhnlich. Das komplexe Bauwerk umfasst nicht nur die Erneuerung des 4.5 Kilometer langen Autobahntrassees zwischen Kriens Arsenal und der Kantonsgrenze Luzern/Nidwalden. Gebaut wurden auch zwei 1580 bzw. 960 Meter lange Tunnel, sowie mehrere Zubringerstrassen, die über den neuen imposanten Kreisel Schlund an die A 2 führen. Bestandteil des Projekts sind zudem neue Autobahnüberführungen ein Bahntunnel, Bahnüber- und -unterführungen sowie zwei Rückhaltebecken. Rad- und Gehwege wurden erstellt, Tunnel eingedeckt, Bäche wieder offen über die Autobahn geführt und naturnahe Flächen gestaltet. Während der siebenjährigen Bauzeit musste die A 2 vierspurig befahrbar bleiben, was wegen der engen Platzverhältnisse umfangreiche Verkehrsprovisorien erforderte. Eine zusätzliche Herausforderung für Planer und Bauleute stellten die setzungsempfindlichen Böden und die Grundwasserverhältnisse dar.

    Heute ist das älteste Teilstück des schweizerischen Autobahnnetzes ein modernster Autobahnabschnitt. Die Verkehrsicherheit - heute verkehren 56 000 Fahrzeuge pro Tag auf diesem Streckenabschnitt - ist wieder hergestellt und die Kapazität auf die künftigen Bedürfnisse abgestimmt. Die Erweiterungsbauten sind auch ein ausserordentlicher Gewinn für die Region. Der Verkehrslärm für die Anwohnerinnen und Anwohner wurde deutlich vermindert, längs der überdeckten Abschnitte gänzlich eliminiert. Die Trennung der Landschaft durch die Autobahn ist auf weiten Strecken aufgehoben. Entstanden sind neue Verbindungszonen zwischen Kriens und Horw, die für Sport- und Freizeitbetätigungen genützt werden können. Grosse Teile werden naturnah gestaltet.

    Bund und Kanton Luzern investieren in diese Erweiterungsbauten 666 Mio. Franken, wovon der Bund über 80% trägt. In diesem für die Volkswirtschaft des Kantons Luzern bedeutenden Projekt fielen rund 3000 Mannjahre Arbeit an.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
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Kontakt:
Fredy Rey
Kantonsingenieur
Verkehr und Infrastruktur (vif)
Tel. +41/41/318'10'81



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