Staatskanzlei Luzern

TARMED-Starttaxpunktwerte: Luzern ist bereit

    Luzern (ots) - Der Regierungsrat hat alle Taxpunktwerte entweder genehmigt oder hoheitlich festgelegt. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass der neue Tarif rechtzeitig auf den 1. Januar 2004 umgesetzt werden kann.

    Die öffentlichen Spitäler und die Ärztegesellschaft haben sich mit den Krankenversicherern auf einen Taxpunktwert von 0.89 Franken, bzw. 0.86 Franken geeinigt. Der Regierungsrat hat diese Verträge genehmigt. Nicht einigen konnten sich hingegen die Privatspitäler. Hier hat der Regierungsrat den Taxpunktwert hoheitlich auf 1.11 Franken festgesetzt.

    Für die öffentlichen Spitäler des Kantons Luzern sind damit sämtliche Tarifverträge für das nächste Jahr unter Dach und Fach. Denn gleichzeitig mit den TARMED-Tarifen, die nur für ambulante Behandlungen gelten, hat der Regierungsrat auch die Verträge für den stationären Bereich (Grundversicherung/Zusatzversicherung) genehmigt. In Bereich der obligatorischen Grundversicherung übernimmt der Kanton wesentlich mehr Kosten als die Krankenversicherer. Diese starke Kostenbeteiligung des Kantons trägt dazu bei, dass die Krankenversicherungsprämien im Kanton Luzern wesentlich tiefer sind als in den meisten andern Kantonen.

    Eine einvernehmliche Lösung kam auch zwischen der Ärztegesellschaft und den Krankenversicherern zustande. Der Strattaxpunktwert beträgt 86 Rappen. Der Regierungsrat hat den Vertrag genehmigt.

    Nicht einigen konnten sich hingegen die Krankenversicher mit den Privatspitälern (Klinik St. Anna, swissana clinic Meggen und SPZ Nottwil). Der Regierungsrat musste deshalb den Taxpunktwert hoheitlich festsetzen. Er tat dies bei 1.11 Franken. Die Anträge der Versicherer und der Privatspitäler lagen zum Teil recht weit auseinander. Die Parteien haben nun die Möglichkeit, den Entscheid des Regierungsrates an den Bundesrat weiter zu ziehen.

    Nach den Entscheiden des Regierungsrates ist jetzt klar, welche Tarife am 1. Januar 2004 gelten. Das neue Tarifsystem Tarmed kann fristgerecht eingeführt werden. Die Umstellung stellt an die Leistungserbringer und Versicherer sehr hohe Anforderungen in den Bereichen Organisation, Informatik, Schulung etc. und hat auch entsprechende Kosten zur Folge.

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