Staatskanzlei Luzern

Seit 10 Jahren hilft der Notruf 144 schnell und professionell

    Luzern (ots) - Im Dezember 2003 kann die Sanitätsnotrufzentrale am Kantonsspital Luzern auf eine  zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Der damalige wegweisende Entscheid prägte die Entwicklung des Rettungsdienstes in der Zentralschweiz massgeblich. Heute betreut die Sanitätsnotrufzentrale rund um die Uhr ein Einzugsgebiet mit 570'000 Menschen.

    Am 23. Juni 1992 bewilligte der Grosse Rat einen Sonderkredit für die Einrichtung des Sanitätsnotrufs 144 am Kantonsspital Luzern (KSL). Der Standort wurde bewusst dem KSL zugesprochen und die organisatorische sowie operative Führung dem spitalinternen Rettungsdienst zugewiesen. Mit der Inbetriebnahme der Sanitätsnotrufzentrale 144 am 1. Dezember 1993 wurde zugleich die Notrufnummer 144 eingeführt.

    Für die Innerschweizer Bevölkerung rund um die Uhr bereit Zu Beginn waren die Rettungsdienste Luzern, Seetal und Küssnacht am Rigi an die Zentrale angeschlossen. Die Rettungsdienste Sursee und Wolhusen wurden nur zu einem Teil über die Notrufnummer 144 disponiert. Für das Leitstellenpersonal (diplomierte Rettungssanitäterinnen und -sanitäter) hiess es in der ersten Phase "learning by doing". Niemand verfügte über eine entsprechende Leitstellenerfahrung. Heute verfügt die Institution über hoch ausgebildetes Personal, welches sich laufend aus- und weiterbildet. Im März 2000 schloss sich der Kanton Zug an, im April 2000 folgten die Rettungsdienste Sursee Wolhusen mit dem Gesamtanschluss. Die Kantone Ob- und Nidwalden gehören seit dem 1. Juli 2003 dazu.

    Während das Personal 1994 6'395 Einsätze disponiert hat, waren es im 2000 bereits 13'625 und im 2002 16'782 Einsätze. Im nächsten Jahr wird die Marke von Total 100'000 Einsätzen überschritten. Die Sanitätsnotrufzentrale betreut heute ein Einzugsgebiet von 570'000 Menschen: dies mit 10.5 Vollzeitstellen, welche rund um die Uhr personell doppelt besetzt sind.

    Fachpersonal und modernste Technik vereint

    Die Sanitätsnotrufzentrale 144 kann als Lenkungs-, Koordinations- und Informationszentrum für Rettungsdienste und die Bevölkerung bezeichnet werden. Das Einsatzleitsystem (ELS) ist ein zentrales Arbeitsinstrument und ein wichtiges Bindeglied innerhalb der Rettungskette. Das ELS vereinfacht Arbeitsabläufe und liefert dem Einsatzdisponenten relevante Daten für den Einsatz. Dadurch kann der Disponent die Hilfesuchenden professionell betreuen.

    Zukunftsaussichten

    Gesamtschweizerisch wurde in den letzten Jahren die Notrufnummer 144 flächendeckend eingeführt. Die Luzerner "144" hat sich in allen Belangen zu einer hochtechnisierten und fachkompetenten Dienstleistungsorganisation entwickelt. Sie gilt schweizweit als eine der führenden und zukunftsorientierten Einsatzleitzentralen. Trotz schwieriger Finanzlage der öffentlichen Hand und des damit verbunden Kostendrucks gilt es, das Erreichte zu bewahren. So kann auch in Zukunft  die Verantwortung gegenüber Menschen in Not wahrgenommen werden.

    Aufgabenbereich

    - Entgegennahme und Beurteilung der ankommenden Notrufe
    - Alarmierung der notwendigen medizinischen Rettungsmittel
    - Alarmierung der Partnerorganisationen (Notfallärzte, Polizei,
        Feuerwehr, Rega)
    - Anleitung der Alarmierenden zur Durchführung lebensrettender
        Sofortmassnahmen
    - Führen und leiten der Einsätze ab der Leitstelle
    - Koordination sämtlicher Krankentransporte
    - Vermittlung von Notfallärzten
    - Sicherstellen des Informationsflusses nach allen Seiten
    - Krisenintervention durch patientenzentrierte Gesprächsführung
    - Dokumentation aller Einsätze
    - Führungsfunktion und Organisation bei Schadenereignissen mit
        grossem Patientenanfall

    Leitstellentechnik

    - Siemens / HiCom Telefonanlage mit
        - 8 Notrufleitungen 144
        - 160 fest zugeordneten Linien
        - Feste Standleitungen zu weiteren Einsatzleitzentralen (144 /
          Polizei / REGA)
        - Anrufererkennung via ISDN

    - Leistungsfähige Funkanlage mit mehreren Kanälen

    - Zentral gesteuerte Datenbank- und Kommunikationsrechner zur
        Überwachung sämtlicher laufender Prozesse und Applikationen zur
        Verwaltung der drei peripheren Arbeitsplätze sowie zur    
        Sicherstellung aller schriftlich erfassten und gesprochenen    
        Einsatzdaten.

    - Drei komplett identisch eingerichtete periphere Arbeitsplätze
        mit je einem lokalen Pentium-IV-Arbeitsplatzrechner, unter
        anderem ausgerüstet mit folgenden Applikationen:
        - Einsatzerfassungssoftware ELS144 zur Einsatzbearbeitung
        - Koordinatengetreues geographisches Karteninformationssystem  
          GIS
        - Digitale Gesprächsaufzeichnung
        - Fakturierungsprogramm

    - Datenfunksystem mit GPS in allen Rettungsdienstfahrzeugen zur
        Datenübermittlung via SMS und zur Übermittlung der
        Fahrzeugpositionen.

    Besichtigungsmöglichkeit der Einsatzleitzentrale

    Gerne geben wir Ihnen die Möglichkeit, Einblick in die Einsatzleitzentrale zu nehmen. Bitte melden Sie sich frühzeitig bei Herrn Becker oder Herrn Contessotto an.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Im Internet recherchierbar: www.presseportal.ch

Kontakt:
Herr Günther Becker
Leiter Rettungsdienst
Telefon:  +41/41/205'54'52
E-Mail:    guenther.becker@ksl.ch

Herr Valerio Contessotto
Stv. Leiter Rettungsdienst
Telefon:  +41/41/205'54'51
E-Mail:    valerio.contessotto@ksl.ch

Kantonsspital Luzern
6000 Luzern 16
Tel.         +41/41/205'11'11 (Zentrale)
Fax:         +41/41/205'44'11
Internet: http://www.ksl.ch



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