Staatskanzlei Luzern

Verbesserte Stipendiengesetzgebung für den Kanton Luzern

    Luzern (ots) - Der Kanton Luzern erhält eine neuen Stipendiengesetzgebung: Per 1. August 2003 treten das neue Gesetz und die Verordnung in Kraft, die im Stipendienwesen wesentliche Verbesserungen mit sich bringen; so z.B. die Gleichbehandlung der schulischen und beruflichen Ausbildungswege und der Wegfall der bisher bestehenden Altersgrenze von 30 Jahren.

    Das bisherige Stipendiengesetz datiert aus dem Jahre 1991 und verwies mit seinen Leistungen den Kanton Luzern im nationalen Vergleich auf die hinteren Plätze. Die notwendigen Anpassungen und Verbesserungen der Stipendiengesetzgebung werden das Stipendienvolumen von heute 8,6 Millionen Franken um weitere vier Millionen vergrössern. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Anpassung an die bildungspolitische Entwicklung der letzten Jahre, die Gleichbehandlung der schulischen und beruflichen Ausbildungswege, die Förderung des lebenslangen Lernens und die Anpassung an die Steuergesetzgebung. Konkret ändern sich im Wesentlichen folgende Punkte:

    - Für den Bezug von Stipendien wird auf eine Altersgrenze      
        verzichtet. Bisher musste die Ausbildung vor Erreichung des 30.
        Altersjahres begonnen werden.

    - Künftig werden die schulischen und beruflichen Ausbildungswege  
        für den Bezug von Stipendien gleichgestellt. Bisher war es so,
        dass Mittelschüler und Studierende an Universitäten für die        
        gesamte Ausbildungsdauer Anrecht auf ein Stipendium hatten,      
        Jugendliche mit einer Berufslehre wurden für ihre Weiterbildung
        höchstens noch mit Darlehen unterstützt. Inskünftig sind auch
        Absolventinnen und Absolventen von höheren Fachprüfungen und    
        Berufsprüfungen grundsätzlich berechtigt, Stipendien zu    
        erhalten.

    - Für eine erste Ausbildung auf der Sekundarstufe ll (nach der
        obligatorischen Schulzeit) werden Ausbildungsbeiträge      
        vollumfänglich in Form von Stipendien gewährt - bisher wurde ein
        Darlehensteil abgezogen.

    - Für eine zweite Ausbildung auf der Sekundarstufe ll werden
        Ausbildungsbeiträge teilweise in Form von Stipendien zur  
        Verfügung gestellt - bisher wurden lediglich Darlehen gewährt.

    - In der neuen Stipendienverordnung wurden insbesondere die
        Lebenshaltungskosten der Teuerung und dem aktuellen
        Mündigkeitsalter angepasst. Zudem findet eine Entlastung von      
        kinderreichen Familien statt, indem pro unterhaltspflichtigem
        Kind ein Abzug von 1000.- Franken beim steuerbaren Einkommen der
        Eltern gewährt wird. Dieser Abzug verringert den anrechenbaren
        Elternbeitrag.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Josef Widmer
Vorsteher Gruppe Berufs- und Erwachsenenbildung
Tel. +41/41/228'52'25

Harald Willimann
Leiter Stipendienstelle
Tel. +41/41/228'52'47



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