Staatskanzlei Luzern

PHZ lanciert Lehrer-Studium nach Mass

    Luzern (ots) - Der Start der Pädagogischen Hochschule Luzern PHZ erfolgt im Herbst 2003; die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Alles ist neu am zukünftigen Studium an der PHZ. Der grosse Vorteil? Lehrerinnen und Lehrer erhalten ein Studium nach Mass.

    "Ein Studium nach Mass", nennt Rektor Hans-Rudolf Schärer die neue Ausbildung für Lehrpersonen an der PHZ: "Eine Primarlehrperson wird sich in Zukunft nicht mehr für alle zehn Fächer der Volksschule qualifizieren, sondern nur noch für sieben." Deutsch, Mathematik und Mensch und Umwelt sowie eine Fremdsprache sind vorgegeben, die restlichen Fächer wählen die angehenden Lehrpersonen nach ihren persönlichen Neigung aus. Für die Sekundarstufe I sind es vier Fächer.

    An die neuen Bedürfnisse angepasst

    "Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht", sagt Schärer nicht ganz ohne Stolz. Er verweist auf die vielen neuen Aufgaben, die ganz besonders die Primarschule in den vergangenen Jahren übernehmen musste: Gesundheits-erziehung, Umwelterziehung, Interkulturelle Erziehung, Gewaltprävention. Zudem eine ganze Reihe neuer Fächer und Fachbereiche: Medienpädagogik, Informatik, Textiles Werken, Französisch und bald auch Englisch.

    Für Schärer ist nicht länger denkbar, dass in Zukunft eine einzige Lehrperson all diese Fächer unterrichtet: "Mit der Wahlmöglichkeit der Fächer haben wir ein neues, innovatives Konzept gefunden, das den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung trägt."

    Die drei Stufen

    Zum "Studium nach Mass" gehört auch die überlegte Wahl der Stufe, an der die zukünftigen Lehrpersonen unterrichten werden. Neu gibt es drei verschiedene Stufen an der Volksschule, für die sich Lehrerinnen und Lehrer an der PHZ Luzern ausbilden lassen können:

    - Kindergarten/Unterstufe (Vorschule plus 1. und 2. Klasse)     - Primarstufe (1.bis 6. Schuljahr)     - Sekundarstufe I (7. bis 9. Schuljahr).

    Die Volksschule soll zusammenrücken

    Dem Entscheid für die Stufen voraus geht ein Grundstudium für alle Studierenden von einem Jahr. Wo liegt hier die Logik im Zusammenhang mit dem "Studium nach Mass"?

    "Der Hintergrund für das Grundstudium ist pädagogischer Natur", sagt Hans-Rudolf Schärer. Bis jetzt seien die Lehrpersonen gezielt entweder für den Kindergarten, die Primarschule oder die Sekundarstufe I ausgebildet worden und hätten damit immer nur die Entwicklungspsychologie des jeweiligen Alters kennen gelernt. Mit dem pädagogischen Grundjahr würden neu alle Lehrpersonen erfahren, wie die Schulrealität auf allen Stufen aussehe. Erst danach entscheiden sie sich definitiv für eine bestimmte Stufenausbildung. Schärer: "Von allem Anfang an war es unser Ziel, die verschiedenen Ausbildungsgänge in einer einzigen Institution anzubieten. Entscheidend ist nun aber, dass die Volksschule nicht nur strukturell-theoretisch zusammenrückt: Alle Lehrpersonen sollen praktisch erfahren, wie die Volksschulrealität als Ganzes aussieht."

    Die Stärken der PHZ Luzern

    Die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz PHZ besteht aus den drei Teilschulen, die zu unterschiedlichen Terminen den Betrieb aufnehmen: Die PHZ Luzern beginnt im Herbst 2003, Schwyz und Zug ein Jahr später. Jede der drei Teilschulen wird versuchen, sich mit ihren Besonderheiten zu profilieren. Was ist die Besonderheit der Luzerner Teilschule?

    - Die PHZ Luzern wird als einzige Institution die Ausbildung für die Sekundarstufe I anbieten. Auch das Institut für Schulische Heilpädagogik und die gut ausgebaute Lehrerweiterbildung sind Teil der PHZ Luzern. Auf dem Platz Luzern besteht damit ein ganzheitliches Angebot der Lehrerbildung, in der sehr viele Synergien genutzt werden können.

    - Allein schon durch die Grösse der PHZ Luzern (von der Zahl her doppelt so gross wie die beiden anderen Teilschulen zusammen) ist eine breite Wahlmöglichkeit für die Studierenden garantiert. Das "Studium nach Mass" ist in Luzern am ehesten möglich.

    - Die Stadt Luzern hat sich zu einer eigentlichen Kunst- und Kulturmetro-pole entwickelt: KKL, Bourbaki-Museum, Stiftung Rosengart, der ganze Fachhochschulbereich mit Sitz in Luzern, die Universität usw. In all diesen Bereichen kann die Lehrerbildung Schwerpunkte setzen.

    - Aufgrund der geografischen Nähe hat die PHZ Luzern besonders ideale Voraussetzungen in der Zusammenarbeit mit den "Campus"-Institutionen: Universität, alle Fachhochschulbereiche, Medienausbildungszentrum MAZ und Armeeausbildungszentrum.

ots Originaltext: Staatskanzlei Luzern
Internet: www.newsaktuell.ch

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www.phz-luzern.ch und www.phz.ch

Ein Porträtbild von Rektor Hans-Rudolf Schärer können Sie mit
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Bildlegende:
Hans-Rudolf Schärer, der Rektor der Pädagogischen Hochschule Luzern
PHZ, ist überzeugt, dass die neue Ausbildung für Lehrerinnen und
Lehrer den heutigen Bedürfnissen angepasst sind.