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PETRA: Geheimnisse der lang anhaltenden Partnerschaften / Amerikanische Wissenschaftler machen Schluss mit Klischees wie "Gegensätze ziehen sich an"

Hamburg (ots) - Fast jeder Deutsche wünscht sich die Liebe fürs Leben, aber jede dritte Ehe wird geschieden, in Grossstädten sogar jede zweite. Trotzdem glauben nach einer Forsa-Umfrage immer noch 72 Prozent der Deutschen weiter an die Liebe fürs Leben. Die Zeitschrift PETRA hat drei langjährige Paare befragt und dabei nach der Erfolgsformel gesucht. Die Zeitschrift berichtet ausserdem über die neuesten Erkenntnisse amerikanischer Wissenschaftler. Sie nennen Konfliktfähigkeit und Kommunikation wichtige Voraussetzungen für eine lang andauernde Beziehung und machen Schluss mit Klischees wie "Gegensätze ziehen sich an". Für den amerikanischen Star-Psychologen John Gottman, der seit 20 Jahren im "Love Lab" der University of Washington den Geheimnissen der ewigen Liebe auf der Spur ist, sind nach dem PETRA-Bericht Kommunikation und Konfliktfähigkeit die entscheidenden Komponenten für eine langjährige Partnerschaft. Schon 20 Minuten intensives Gespräch pro Tag könnten ausschlaggebend für das Gelingen einer Beziehung sein. "Paare, die in der Lage sind, Unstimmigkeiten nicht in Sarkasmus, laute Worte, Türeknallen oder eisiges Schweigen gipfeln zu lassen, haben bessere Chancen, zusammen zu bleiben", sagt Gottman. Die Formel von den sich anziehenden Gegensätzen gilt nach Ansicht des US-Therapeutenpaars Paul und Barbara Barron-Tieger vielleicht für stürmische Affären, aber nicht für langfristige Pläne inklusive Kind, Hund und Eigentumswohnung. Die beiden Wissenschaftler befragten laut PETRA in einer Langzeitstudie über 500 Paare und stellten fest: Je ähnlicher sie sich in ihren Werten, Lebenszielen und Charakteren waren, umso grösser die Chancen für ein dauerhaftes Glück. Im übrigen hätten US-Wissenschaftler auch herausgefunden, dass das wilde Hormon-Feuerwerk von frisch Verliebten nach etwa 16 Monaten aufgebraucht ist. "Was allerdings auch gute Seiten hat: Denn - medizinisch betrachtet - sind Verliebtheits-Symptome denen einer Psychose ähnlich. Und die verträgt auf Dauer keiner", heisst es in PETRA. Steffi Szczupak (34) und Maik Unruh-Szczupak (33) sind seit elf Jahren verheiratet. Sie berichten in PETRA, dass sie sich vor 15 Jahren kennengelernt haben und zunächst überhaupt nicht ausstehen konnten. Fünf Jahre später habe es dann doch "Kawumm" gemacht. "Es war ein Vorteil, dass wir uns vorher schon kannten und nicht bei Null anfangen mussten", sagt der Musik-Promoter Maik. "Dadurch war unsere Beziehung von Anfang an offener als andere", meint die Visagistin Steffi. Wenn sie ein Problem mit Maik habe, würde sie niemals zuerst zu ihrer besten Freundin laufen. "Alles, was ich anderen erzähle, weiss Maik als erstes." Das sei sicher ein Grund dafür, dass ihre Ehe schon so lange halte. "Wir sind hundertprozentig ehrlich zueinander, auch wenn es mal verletzend ist", erklärt Maik. Man müsse sich allerdings auch entschuldigen können, fügt Steffi hinzu. Diese Meldung ist unter Quellenangabe PETRA zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: PETRA Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Media Consulting Jörg Mandt Tel. +49 40 80 80 347-10 E-Mail: jmandt1@aol.com

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