Bundesamt f. Umwelt, Wald und Landschaft

BUWAL - UNESCO Weltnaturerbe Glarner Hauptüberschiebung: Kandidatur zurückgezogen

    Bern (ots) - Bern, 28. Juni 2005

    Der Bund zieht die Kandidatur der Glarner Hauptüberschiebung für die Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe zurück. Nach Absprache mit den betroffenen Gemeinden und Kantonen hat dies Philippe Roch, Direktor des BUWAL, heute dem UNESCO-Welterbe-Zentrum offiziell mitgeteilt. Der Auslöser für den Rückzug der Kandidatur war die negative Empfehlung im Evaluationsbericht zuhanden der UNESCO Anfang Juni. Mit zusätzlichen Abklärungen sollen die Chancen für eine erneute Kandidatur geprüft werden.

    Im Januar 2004 hatte der Bundesrat das Gesuch für die Aufnahme der Glarner Hauptüberschiebung in die Liste der UNESCO Weltnaturerbe gestellt. Die Glarner Hauptüberschiebung ist eine bemerkenswerte tektonische Struktur, die den Geologen lange Zeit ein wissenschaftliches Rätsel geblieben war. An ihr wurden bahnbrechende geologische Kenntnisse gewonnen, unter anderem zur Alpenfaltung. Das Gebiet erstreckt sich von Mollis (GL) im Westen, entlang dem Walensee bis Bad Ragaz (SG) im Osten und der Gemeinde Laax (GR) im Süden.

    Den sehr hohen Anspruch eines „aussergewöhnlichen universellen Wertes“ hat jedoch der Evaluationsbericht an die UNESCO nicht festgestellt. Dieser Bericht der IUCN (The International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources) ist dem Welterbe- Zentrum der UNESCO Anfang Juni zugestellt worden. In der Folge haben die 19 betroffenen Gemeinden sowie die drei Kantone Glarus, Graubünden und St. Gallen beschlossen, die Kandidatur vorläufig zurückzuziehen. Das BUWAL teilte dies heute dem Welterbe-Zentrum offiziell mit.

    Die betroffenen Gemeinden und Kantone sind gewillt, in Zusammenarbeit mit dem BUWAL die Kandidatur für die Glarner Hauptüberschiebung zu überarbeiten.

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