Bundesamt f. Umwelt, Wald und Landschaft

Verhandlungserfolg in Marrakesch

    Bern (ots) - Das Protokoll von Kyoto über die Reduktion der Treibhausgasemissionen ist zur Ratifizierung bereit: Im Rahmen der siebten Weltklimakonferenz in Marrakesch konnte in Bezug auf die noch offenen Fragen in der Nacht auf Samstag eine Einigung erzielt werden. Die Schweizer Delegation zeigt sich erfreut über das Ergebnis der Konferenz, zumal sie bei den Verhandlungen eine wichtige Rolle gespielt hat. Bundespräsident Moritz Leuenberger, der die Schweizer Delegation angeführt hat, kündigte bereits am Mittwoch an, das Verfahren zur Ratifizierung des Protokolls durch die Schweiz in die Wege leiten zu wollen.

    Die aus menschlichen Tätigkeiten stammenden Treibhausgasemissionen gelten als wichtigste Ursache für die in den vergangenen Jahrzehnten beobachteten Klimaänderungen. Im Rahmen der UNO-Konvention über die Klimaänderungen verabschiedete die Staatengemeinschaft 1997 das sogenannte Protokoll von Kyoto, das für alle Industrieländer Zielwerte für die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen festlegt. Die Schweiz hat sich verpflichtet, ihre Emissionen gegenüber 1990 um 8% zu senken. Nachdem nun die Modalitäten der Umsetzung des Protokolls festgelegt worden sind, kann die Schweiz das Dokument ratifizieren. Das Parlament wird sich im kommenden Jahr mit der Ratifizierung befassen.

    Die Schweizer Delegation ist über das Ergebnis der Konferenz hoch erfreut, zumal sie einen wesentlichen Beitrag zu den Verhandlungen auf Ministerebene geleistet hat: Gemeinsam mit dem südafrikanischen Umweltminister Moosa war Staatssekretär Philippe Roch, Direktor des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), vom Vorsitzenden der Konferenz El Yazghi beauftragt worden, Lösungsvorschläge für die letzten noch offenen Punkte auszuarbeiten. Diese Vorschläge wurden von der COP7 gutgeheissen.

    Ferner wurde die Schweizer Delegation zusammen mit Südafrika mit der Ausarbeitung der Erklärung von Marrakesch über Klimaänderungen betraut. Diese Erklärung wird im kommenden Jahr anlässlich des Erdgipfels «Rio +10» in Johannesburg vorgestellt.

ots Originaltext: BUWAL
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Weiterführende Informationen über die Weltklimakonferenz
finden sich unter www.environnement



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