Bundesamt für Landwirtschaft

Auflage der GUB „Damassine“, „Vacherin fribourgeois“ und „Poire à Botzi“

      (ots) - Das Bundesamt für Landwirtschaft veröffentlicht die Gesuche um
Registrierung der geschützten Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOC)
für “Damassine”, „Vacherin fribourgeois“ und „Poire à Botzi“ im
Schweizerischen Handelsamtsblatt.
Damassine ist ein Obstbrand aus kleinen roten Pflaumen, die
traditionell im Kanton Jura angebaut werden. Die Klimabedingungen
und die Bodenbeschaffenheit im Produktionsgebiet, sowie das
traditionelle Know-how der Produzenten, verleihen dieser Spirituose
die von Kennern geschätzten Eigenschaften. Damassine schmeckt nach
wilden Pflaumen, mit einem Hauch Bittermandeln und Trockengras.
Vacherin fribourgeois ist ein Halbhartkäse, der in runden Laiben von
6 bis 10 kg hergestellt wird und bei niedrigen Temperaturen
schmilzt. Die silofreie Milchproduktion, Verarbeitung und Reifung
erfolgen ausschliesslich im Kanton Fribourg. Dieser Käse, wahrer
Botschafter der freiburgischen Weiden und Spezialkenntnisse, wird
zum Dessert und als Fondue, „moitié-moitié“ oder „fribourgeoise“ nur
mit Vacherin genossen.
Poire à Botzi ist die erste Fruchtbezeichnung, für die um eine GUB
ersucht wird; sie ist der lokalen Sorte „Büschelibirne“ vorbehalten.
Sie wird in der Geschichte der Region zwischen dem Neuenburgersee
und den freiburgischen Voralpen seit über drei Jahrhunderten erwähnt
und ist kaum aus diesem Ursprungsgebiet herausgekommen. Die Birne
wird in verschiedenen Formen und Rezepten verwendet:
Obstkuchen, „vin cuit“ oder in einem karamellisierten Saft gekocht
und zu Lammragoût serviert. Sie gehört zu den Festmenüs, vor allem
zur berühmten „Bénichon fribourgeoise“. Das GUB-Produkt wird als
Frischobst oder in Konserven vermarktet.
Mit dem Register der Ursprungsbezeichnungen und geografischen
Angaben lassen sich geografische oder traditionelle Bezeichnungen
von landwirtschaftlichen und verarbeiteten landwirtschaftlichen
Erzeugnissen schützen, deren Qualität und Haupteigenschaften durch
ihre geografische Herkunft bestimmt werden. Ist ein Name geschützt,
darf er nur von den Produzenten des entsprechend definierten
geografischen Gebiets benutzt werden, die sich an ein detailliertes
Pflichtenheft halten. Die Eintragungsgesuche müssen öffentlich
aufgelegt werden. Innert einer Frist von drei Monaten können
Personen, die ein schutzwürdiges Interesse geltend machen können und
die Kantone Einsprache erheben.
Das Bundesregister der Ursprungsbezeichnungen und geografischen
Angaben zählt heute 19 Eintragungen: 13 GUB und 6 GGA. Die
Unterlagen können unter www.blw.admin.ch (Rubriken > Qualitäts- und
Absatzförderung > Ursprungsbezeichnungen) eingesehen werden.
Für weitere Auskünfte:
Jacques Henchoz, Sektion Qualitäts- und Absatzförderung,
Tel. 031 322 26 29
Bundesamt für Landwirtschaft
Presse- und Informationsdienst



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