Bundesamt für Landwirtschaft

BLW: AOC-Eintrag für „Walliser Roggenbrot“

      (ots) - Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die Bezeichnung „Walliser
Roggenbrot“ ins Register der Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOC) und
geografischen Angaben (GGA/IGP) eingetragen. Der Beschwerdeführer,
der die Verfügung des BLW bei der Rekurskommission des EVD (REKO)
angefochten hatte, verzichtet darauf, den Entscheid ans
Bundesgericht weiter zu ziehen.
Roggen wird seit Jahrhunderten im Wallis angebaut. Das robuste
Getreide eignet sich gut für das dortige Klima und die
Bodenbeschaffenheit. Walliser Roggenbrot entstand aus der
Notwendigkeit, ein besonders haltbares Produkt herzustellen, weil
die Brotöfen nur einige Male pro Jahr in Betrieb genommenen wurden.
Seine charakteristische rissige Rinde verdankt das Brot der Hefe und
einer langen Gärungszeit.
Die REKO hatte bestätigt, dass die von den Konsumenten und
Produzenten hergestellte Verbindung zwischen dem „Walliser
Roggenbrot“ und dem Wallis den Schluss zulasse, die Bezeichnung sei
nicht zur Gattungsbezeichnung geworden. „Walliser Roggenbrot“ kann
deshalb als AOC eingetragen werden.
Mit dem Register der Ursprungsbezeichnungen und geografischen
Angaben lassen sich Gebietsnamen und traditionelle Bezeichnungen von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen schützen, deren Qualität und
Haupteigenschaften durch ihre geografische Herkunft bestimmt werden.
Für das Register der Weinbezeichnungen sind die Kantone zuständig.
Ist ein Name geschützt, darf er nur von den Produzenten des
entsprechend definierten geografischen Gebiets benutzt werden, die
sich an ein detailliertes Pflichtenheft halten. Das Gebiet
des „Walliser Roggenbrots“ ist der Kanton Wallis: Die Produktion des
Getreides (Roggen und Weizen) und dessen Verarbeitung müssen dort
erfolgen. Unabhängige und vom Bundesamt für Messwesen zugelassene
Kontrollstellen überwachen die Einhaltung des Pflichtenhefts.
Das Bundesregister der Ursprungsbezeichnungen und geografischen
Angaben zählt heute vierzehn Eintragungen: Abricotine/Eau-de-vie
d’abricot du Valais (GUB), Etivaz (GUB), Rheintaler Ribel (GUB),
Bündnerfleisch (GGA), Eau-de-vie de poire du Valais (GUB), Formaggio
d’alpe ticinese (GUB), Gruyère (GUB), Tête-de-Moine bzw. Fromage de
Bellelay (GUB), Saucisse d’Ajoie (GGA), Saucisson
neuchâtelois/Saucisse neuchâteloise (GGA), Sbrinz (GUB), Vacherin
Mont-d'or (GUB), Walliser Trockenfleisch (GGA) und Cardon épineux
genevois (AOC). Ausführliche Informationen über diese geschützten
Erzeugnisse finden sich auf dem Internet unter
http://www.blw.admin.ch/rubriken/00101/index.html?lang=de.
Für weitere Auskünfte:
Frédéric Brand, Sektion Qualitäts- und Absatzförderung,
Tel. 031 322 26 29
Isabelle Pasche, Hauptabteilung Produktion und Internationales,
Rechtsdienst,
Tel. 031 322 25 39
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