Bundesamt für Landwirtschaft

BLW: “Walliser Trockenfleisch” im Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen

      (ots) - Als dritte schweizerische Fleischware nach „Bündnerfleisch“
und „Saucisse d’Ajoie“ wird „Walliser Trockenfleisch“ vom Bundesamt
für Landwirtschaft (BLW) ins Register der geschützten geografischen
Angaben (GGA) eingetragen. Gegen das am 18. Oktober 2002 öffentlich
aufgelegte Gesuch um Eintragung sind innerhalb der gesetzlichen
Frist keine Einsprachen erhoben worden. „Walliser Trockenfleisch”
bezeichnet ein im Wallis getrocknetes und aufbereitetes Produkt aus
Rindfleisch, das sich zum Rohkonsum eignet. Es darf gepresst, aber
keinesfalls geräuchert werden. „Walliser Trockenfleisch“ hat eine
runde oder rechteckige Form, die Trocknung ist gleichmässig. Der
Gewichtsverlust gegenüber dem Frischprodukt beträgt zwischen 40 und
50 Prozent. Die Rinder müssen in der Schweiz geboren und
geschlachtet, das Fleisch ebenfalls in der Schweiz zerlegt werden.
Aufgrund der harten Klimabedingungen im Alpenraum spielten haltbare
Vorräte in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle für die
Bevölkerung. Findige Hirten entwickelten denn auch die Pökelungs-
und Trocknungstechnik. Mit der schrittweisen Aufgabe der
Familienproduktion sowie der Entwicklung des Tourismus tauchte die
Bezeichnung „Walliser Trockenfleisch“ auf dem Markt auf. Die
Herstellung wurde professionalisiert, sie obliegt heute
qualifizierten Berufsleuten, deren Know-how die typischen
Eigenschaften des Produkts garantiert.

    Mit dem AOC/GGA-Register lassen sich die Gebietsnamen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen schützen (Wein ausgenommen), deren Qualität und Haupteigenschaften durch ihre geografische Herkunft bestimmt werden. Ist ein Name geschützt, darf er nur von den Produzenten des entsprechend definierten geografischen Gebiets benutzt werden, die sich an ein detailliertes Pflichtenheft halten. Unabhängige und vom Bundesamt für Messwesen und Akkreditierung zugelassene Kontrollstellen überwachen die Einhaltung des Pflichtenhefts. Gegenwärtig prüft das Bundesamt für Landwirtschaft rund 20 Eintragungsgesuche.

Für weitere Auskünfte: Benoît Messerli, Hauptabteilung Produktion und Internationales, Tel. 031 322 25 78 Isabelle Pasche, Rechtsdienst, Tel. 031 322 25 39

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