Bundesamt für Landwirtschaft

BLW: Erste Sitzung des Gemischten Agrarausschusses Schweiz-EU

      (ots) - Der Gemischte Ausschuss für das Agrarabkommen Schweiz –
Europäische Union (EU) wird am kommenden Donnerstag unter
schweizerischem Vorsitz erstmals in Brüssel ta-gen. Fragen der
Behandlung von geschützten Ursprungsbezeichnungen, eine
gegensei-tige Information über die Weiterentwicklung der
Milchmarktordnungen sowie eine Aus- sprache über Bio-Produkte sind
die Schwerpunkte der ersten Sitzung. Die sieben bilateralen Verträge
mit der EU sind am 1. Juni 2002 in Kraft getreten. Für die
Um-setzung und Weiterentwicklung der Verträge sind verschiedene
Gemischte Ausschüsse einge-setzt worden. Der Gemischte Ausschuss für
das Agrarabkommen behandelt alle Fragen im Zu-sammenhang mit dem
grenzüberschreitenden Verkehr von Landwirtschaftsprodukten. Er setzt
sich aus einer Schweizer und einer EU-Delegation zusammen. Die
EU-Delegation wird von der Europäischen Kommission angeführt;
interessierte Mitgliedstaaten können in ihr vertreten sein. Die
Schweizer Delegation steht unter der Leitung von Christian Häberli,
Bundesamt für Land-wirtschaft (BLW). Neben dem Integrationsbüro
EDA/EVD beteiligen sich auch Vertreterinnen und Vertreter der für
Handel, Gesundheit, Veterinärwesen, Zollfragen und Alkohol
zuständigen Bundesstellen an den Arbeiten im Gemischten Ausschuss
und in dessen untergeordneten Gremien.

    Auf Wunsch der EU sind als Schwerpunkte auf der Traktandenliste der ersten Sitzung die Frage der Behandlung von geschützten Ursprungsbezeichnungen (AOC Emmentaler) sowie eine ge-genseitige Information über die Weiterentwicklung der Milchmarktordnungen aufgeführt. Die Schweiz hat ihrerseits verschiedene Anliegen geltend gemacht, unter anderem in den Berei-chen Bio-Produkte und BSE. Weiter sollen Arbeitsgruppen für die Anhänge des Landwirt- schaftsabkommens (Käse, Pflanzenschutz, Futtermittel, Saatgut, Weinbauerzeugnisse, Spiritu-osen, ökologische Erzeugnisse) eingesetzt werden.

    In der ersten Sitzung des Gemischten Ausschusses soll das bisherige Funktionieren des Agrar-abkommens beurteilt werden. Gestützt auf die sogenannte Evolutivklausel sollen die Möglich-keiten zu einer Weiterentwicklung des Abkommens geprüft werden.

Für weitere Auskünfte: Christian Häberli, Abteilung Internationales und Absatzförderung, Tel. 078 608 83 38 / 031 322 25 13

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