Fürstentum Liechtenstein

ikr: Gemeinsame Impulse in Sachen Gleichstellung
Treffen auf Regierungsebene am Rande des 1. Länderübergreifenden Mädchenparlaments in Bregenz

Vaduz (ots/ikr) - Im Rahmen des 1. länderübergreifenden Mädchenparlaments am Samstag, 5. November, im Landhaus in Bregenz trafen sich auch die zuständigen Regierungsmitglieder aus Vorarlberg, Graubünden und Liechtenstein zu einem gleichstellungspolitischen Erfahrungsaustausch. "Wir wollen die Anliegen und Anregungen der Mädchen und jungen Frauen aufgreifen und zugleich auf Regierungsebene gemeinsam zusätzliche Impulse in Sachen Gleichstellung setzen", sagte Landesrätin Katharina Wiesflecker zu dem Treffen mit Minister Mauro Pedrazzini (Liechtenstein) und Regierungsrat Martin Jäger (Graubünden).

Seit fast zwei Jahrzehnten pflegen die Gleichstellungsstellen und Regierungen der drei Regionen eine intensive Zusammenarbeit, aus der einige mehrjährige Interreg-Projekte entstanden sind, z.B. "Gewalt hat (k)ein Zuhause", das Vernetzungsprojekt "Drei-Länder-Frauen" sowie "betrifft: Rollenbilder" und das aktuelle Projekt "betrifft: Frauen entscheiden". Das Mädchenparlament im Landhaus ist Teil dieses Projekts. "Wir haben hier erlebt, wie aktiv und engagiert sich junge Frauen bei politischen Themen einbringen, wenn ihnen die entsprechende Plattform geboten wird. Ich bin überzeugt, dass diese jungen Frauen sich weiterhin für politische Fragestellungen begeistern lassen", so das Resumee von Regierungsrat Jäger.

In dem gleichstellungspolitischen Austausch der Regierungsmitglieder nahm das Thema Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen in den drei Regionen eine zentrale Rolle ein. Die Ergebnisse im Rahmen der länderübergreifenden Untersuchungen haben klar aufgezeigt, dass der Anteil von Frauen in leitenden Funktionen in den meisten untersuchten Bereichen nach wie vor nicht paritätisch ist. Minister Pedrazzini: "Ich bin überzeugt, dass gemischte Teams in Spitzenpositionen eine Bereicherung sind und einen gesellschaftlichen Mehrwert erzielen. Aus diesem Grund unterstützen wir auch die diversen Massnahmen zur Förderung von Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen."

Intensivierung der Vernetzung

Im Weiteren diskutieren die Regierungsmitglieder ein neues Interreg-Projekt. Ziele sind dabei unter anderem die Vertiefung der länderübergreifenden Kooperation und der Aufbau von Netzwerkstrukturen, die innere und äußere Situationsklärung der behördlichen Gleichstellungsarbeit, die Erarbeitung von länderübergreifenden Strategien und die Bearbeitung gemeinsamer Herausforderungen. Zur Kooperation eingeladen wurde auch der Bodenseekreis Friedrichshafen, die Stadt Konstanz, der Kanton St. Gallen und der Kanton Appenzell Ausserrhoden.

In ihrem abschließenden Resumee zeigte sich Landesrätin Wiesflecker erfreut über das Treffen mit den Regierungskollegen in Vorarlberg: "Durch das heutige Treffen wird die Zusammenarbeit intensiviert und es ist erfreulich, dass neue Projekte entstehen und weitere Kooperationen aufgebaut werden können."

Kontakt:

Ministerium für Gesellschaft
Sandro D'Elia, Generalsekretär
T +423 236 60 10



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