Fürstentum Liechtenstein

ikr: Vermittler verabschiedet

Vaduz (ots/ikr) - Die Institution des Vermittleramtes gibt es nicht mehr: Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer und Landgerichtspräsident Paul Meier verabschiedeten und verdankten die Leistungen der Vermittler anlässlich eines Treffens am 1. Juli 2015 in Eschen.

Regierungschef Thomas Zwiefelhofer bedankte sich im Namen der Regierung bei den Vermittlern für ihre ausgezeichnete und wichtige Arbeit in den Gemeinden. Er betonte insbesondere den wertvollen Beitrag der Vermittler für den Rechtsfrieden in Liechtenstein durch ihren Einsatz bei der aussergerichtlichen Streitschlichtung.

Durch die Aufhebung des Vermittleramtsgesetzes endete mit Ablauf der Amtszeit der Vermittler am 30. Juni auch die Institution des Vermittleramtes. Das 1915 geschaffene Vermittleramtsgesetz hatte zum Ziel, durch eine gütliche Streitschlichtung durch den Vermittler die Gerichte zu entlasten. Mit wenigen Ausnahmen musste jeder Zivilrechtsstreit vor dem zuständigen Vermittleramt verhandelt werden.

Die Entwicklung Liechtensteins in den vergangenen hundert Jahren machte jedoch auch vor dem Rechts- und Justizbereich nicht Halt. Die immer komplexer und vielfältiger werdenden Tat- und Rechtsfragen führten dazu, dass die ursprünglich gedachte Entlastung der Gerichte weniger wurde. Diesen Veränderungen, die sich auf den Stellenwert des Vermittleramtes auswirkten, wurde, auch auf Wunsch der Gemeinden, mit der Aufhebung des Vermittleramtsgesetzes Rechnung getragen.

Kontakt:

Ministerium für Inneres, Justiz und Wirtschaft
Gerlinde Gassner, Generalsekretärin
T +423 236 64 47


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