Fürstentum Liechtenstein

ikr: Liechtenstein mit Arno Oehri erstmals an der Prager Quadriennale

Vaduz (ots/ikr) - Liechtenstein ist zum ersten Mal mit einem eigenen Länderbeitrag am grössten internationalen Festival für Szenographie und Performance, der Prager Quadriennale/PQ2015, vertreten. Der Ruggeller Künstler Arno Oehri hat speziell für diesen Anlass eine Multimedia-Installation mit dem Titel "a mirror & 12 blastings: a short play as a scenographic installation" entworfen. Die liechtensteinische Teilnahme wurde durch eine persönliche Einladung an Regierungsrätin Aurelia Frick des damaligen tschechischen Aussenministers Jan Kohout ermöglicht und stellt einen Höhepunkt in der kulturellen Zusammenarbeit beider Länder dar.

Gestern Abend wurde die PQ2015 in Prag feierlich vom tschechischen Kulturminister Daniel Herman eröffnet. Das Festival dauert noch bis zum 28. Juni. Über 60 Nationen sind mit Kunstprojekten vertreten, es werden rund 50'000 Besucher erwartet. Der liechtensteinische Ausstellungsraum befindet sich im Kafka-Haus, welches zentral am Altstädter Ring liegt. Das Kafka-Haus versammelt die grösste Anzahl Länderprojekte an einem Ort und beherbergt auch zahlreiche Studentenbeiträge. Liechtensteins Gegenwartkunst kann sich so einem jungen lokalen und internationalen Publikum präsentieren.

Die PQ2015 steht unter dem Motto "SharedSpace: Music Weather Politics". Arno Oehris künstlerischer Beitrag führt den Besucher über mehrere Etappen an Fragen heran, wie subjektive Wahrnehmung und Manipulation zu Unsicherheit und innerer Spannung führen können, und stellt diese Fragen realen historischen Kontexten der gemeinsamen Geschichte Liechtensteins und Tschechiens gegenüber. Arno Oehri thematisiert dabei auch die Arbeit der liechtensteinisch-tschechischen Historikerkommission, die die 700 Jahre lange und vielseitige Geschichte beider Länder aufgearbeitet und in acht Bänden veröffentlicht hat. Die Ergebnisse der Historikerkommission sind seit kurzem auf der Internetseite der Landesbibliothek öffentlich zugänglich.

Kontakt:

Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur
Kerstin Appel-Huston
T +423 236 60 24



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