Fürstentum Liechtenstein

ikr: Regierung verabschiedet Interpellationsbeantwortung betreffend die Familienpolitik

Vaduz (ots/ikr) - Die Regierung hat die Interpellationsbeantwortung vom 5. November 2014 betreffend die Familienpolitik verabschiedet. Die Interpellanten wünschen, dass die verschiedenen Familienmodelle gleichwertig gewichtet, Familien nicht nur vermehrt finanziell belastet sondern auch unterstützt und gefördert werden und dass Familien das Familienmodell leben können, das für sie das Richtige ist und ersuchten die Regierung um Beantwortung von Fragen in diesem Zusammenhang.

Mit der vorliegenden Interpellationsbeantwortung werden die umfangreichen Fördermassnahmen im Bereich Familien aufgezeigt und beschrieben. Ausserdem legt die Regierung mittels verschiedener statistischer Spezialauswertungen dar, wie sich die Einkommens- und Beschäftigungssituation insbesondere von Familien in Liechtenstein darstellt.

Es zeigt sich, dass in Haushalten mit Kindern in 76% der Fälle die Erwachsenen verheiratet sind, 15% werden von alleinerziehenden Müttern und 3% von alleinerziehenden Vätern geleitet. Das Konkubinat spielt mit 6% in Liechtenstein nur eine geringe Rolle.

Bezogen auf die Paarhaushalte wurden die Erwerbsmodelle untersucht. Es fällt auf, dass das Familienmodell "Alleinverdiener Mann" nur noch in 31% der Fälle vorkommt. Es dominieren Modelle mit zwei Einkommen, welche in 63% der Paarhaushalte mit Kindern gelebt werden. Familienmodelle, in denen die Frau Alleinverdienerin ist oder Vollzeit arbeitet und der Mann teilzeitbeschäftigt ist, kommen selten vor. Das häufigste Familienmodell besteht darin, dass der Mann Vollzeit arbeitet und die Frau Teilzeit. Dies ist in 46% aller Paarhaushalte der Fall. Betrachtet man nur die Männer, dann ist festzustellen, dass in 89% der Paarhaushalte mit Kindern die Männer in Vollzeit erwerbstätig sind.

Es zeigt sich, dass es nicht das eine oder das andere Familienmodell gibt, sondern die Grenzen fliessend sind. Weiter wird ausgeführt, dass mit den einzelnen Massnahmen nicht spezielle Modelle gefördert und andere somit benachteiligt werden sollen. Es soll viel mehr ein für die jeweilige Situation der Familien angepasstes Massnahmenbündel bestehen, welches die individuellen Bedürfnisse abdeckt. Ziel der jeweiligen Massnahmen ist es, die Wahlfreiheit zwischen verschiedenen Modellen zu gewähren und so den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Die Interpellationsbeantwortung ist auf der Homepage des Ministeriums für Gesellschaft unter www.regierung.li zum Download erhältlich.

Kontakt:

Ministerium für Gesellschaft
Sandro D'Elia, Generalsekretär
T +423 236 60 10


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