Fürstentum Liechtenstein

ikr: Kompostierung im Wandel

Vaduz (ots/ikr) - Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserer, welcher vielseitig eingesetzt werden kann. Damit sich diese positiven Effekte uneingeschränkt auswirken können, ist eine hohe Kompostqualität Grundvoraussetzung. Die kommunalen Kompostierplätze Liechtensteins produzieren seit Jahren entsprechend qualitativ hochwertigen Kompost. Dennoch zeichnen sich organisatorische Veränderungen ab, welche eine alternative Verwertung des Grüngutes bewirken.

Wertvolles Naturprodukt

Gärtner und Landwirte wissen längst, dass Kompost ein wertvolles Naturprodukt darstellt. Als organischer Dünger setzt er die in ihm enthaltenen Nährstoffe in dem Mass frei, wie sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Die Auswaschung der überschüssigen Nährstoffe wird verhindert. Als Recyclingprodukt weist er zudem eine bessere Umweltbilanz auf als Mineraldünger. Nebst der günstigen Düngewirkung erhalten und fördern regelmässige Kompostgaben die Bodenfruchtbarkeit.

Hohe Produktqualität

Die Umwandlung von Grünabfällen in Kompost ist ein komplexer Prozess, der in mehreren Phasen abläuft und an dem unzählige Organismen beteiligt sind. Nur wenn diese richtig zusammenarbeiten, entsteht Kompost von hoher Qualität. Dazu muss der Kompostierungsprozess fachgerecht gelenkt werden. Dies wird in Liechtenstein einerseits durch geschultes Fachpersonal und andererseits durch unabhängige externe Kontrollen sichergestellt. Auch im vergangenen Jahr haben Laboranalysen bestätigt, dass der Liechtensteiner Kompost insgesamt eine hohe Produktqualität aufweist.

Alternative Verwertungsmöglichkeiten

In den letzten Jahren mussten mehrere Gemeinden einen schleppenden Kompostabsatz feststellen. Einzelne Gemeinden sind daher dazu übergegangen, Holzabfälle von den übrigen Grünabfällen zu trennen und diese als Energieholz zu verwerten. Dadurch wird die Menge der zu kompostierenden Grünabfälle reduziert, die Kosten gesenkt und der Absatz verbessert. Andere Gemeinden verzichten aus Kostengründen komplett auf eine eigene Kompostierung und haben die Verwertung der Grünabfälle an Privatunternehmer vergeben. Unabhängig davon können geeignete Grünabfälle nach wie vor auf den kommunalen Sammelplätzen abgegeben werden.

Kein Engpass von Kompost

Die rückläufige Kompostproduktion in Liechtenstein wirkt sich derzeit nicht auf die Verwendung von Kompost aus. Verschiedene Landwirte beziehen ihren Kompost bereits seit längerer Zeit bei einer Grosskompostieranlage in der Schweiz. Kleinmengen werden auch zukünftig auf den Sammelplätzen der Gemeinden Liechtensteins abgegeben.

Internationales Jahr des Bodens

Der Komposteinsatz ist mit vielfältigen positiven Effekten auf den Boden verbunden. Die UNO hat das Jahr 2015 zum Jahr des Bodens erklärt. Damit soll unter anderem dessen Bedeutung für die weltweite Ernährungssicherung gewürdigt werden. Bei der Erhaltung der Lebensgrundlage Boden spielt Kompost eine nicht unwesentliche Rolle.

Kontakt:

Amt für Umwelt
Sven Bürzle, Abteilung Umweltschutz
T +423 236 61 87


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