Fürstentum Liechtenstein

ikr: Kinder als Schutzwaldbotschafter: Schüler aus Tirol und der Schweiz gewinnen Alpinen Schutzwaldpreis

Vaduz (ots/ikr) - Zum 9. Mal vergab die ARGE Alpenländische Forstvereine, zu der auch der Liechtensteiner Forstverein gehört, den Alpinen Schutzwaldpreis - Helvetia. Unter den Preisträgern sind heuer allen voran Schulkinder aus Tirol und St. Gallen. Sie haben in den Kategorien "Öffentlichkeitsarbeit" und "Schulprojekt" gewonnen. Nominiert waren insgesamt 12 innovative Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol. Als Vorzeigebeispiele setzen sie sich für den Erhalt und die Pflege des alpinen Schutzwaldes ein. An der Verleihung in der Tiroler Gemeinde Galtür am 30. Januar 2015 hat der Präsident des Liechtensteiner Forstvereins, Peter Jäger, sowie Politiker aus dem In- und Ausland teilgenommen.

Der Stein fällt, der Baum hält: Schutzfunktion auf den Punkt gebracht

Die Waldregionen 2 und 3 aus St. Gallen gewannen den Schutzwaldpreis 2014 in der Kategorie "Öffentlichkeitsarbeit". Sie haben Schulkinder eingeladen, sich in Form von Bildern und Slogans mit dem Schutzwald auseinanderzusetzen. Eine Jury hat die besten Arbeiten ausgewählt, drei Tageszeitungen haben diese veröffentlicht. Auch eine Briefmarke ist entstanden. Fast 500 Schüler beteiligten sich an der Initiative. Die Kinder wurden zu Schutzwaldbotschaftern. "Das Projekt hat Vorbildcharakter", mit diesen Worten lobt die Jury die Sieger der Kategorie "Öffentlichkeitsarbeit": "Die Pflege des Schutzwaldes ist ein Generationenprojekt. Je früher wir über die wichtige Bedeutung des Schutzwaldes lernen, desto besser können wir auf künftige Herausforderungen reagieren."

Kinder sind Entscheidungsträger der Zukunft

Die Volksschulkinder der Franz-Fischerschule beschäftigen sich über vier Jahre hinweg mit dem "Lebensweg eines Baumes". Jedes Jahr verbringen sie ein paar Tage in "ihrem" Waldstück. Sie können die Entwicklung "ihres" Waldes hautnah miterleben, von der Pflanzung und Durchforstung, bis zur Holzernte und Verarbeitung. Das Projekt, unter Einbindung von Forstexperten, fördert das Verständnis für den Wald und vermittelt praxisnah, welche Aufgaben der Wald für die Gesellschaft erfüllt. Die Jury lobt die Initiative als vorbildlich durchdacht und strukturiert: "Kinder sind die Entscheidungsträger der Zukunft. Je früher wir über die wichtige Bedeutung des Schutzwaldes lernen, desto besser können wir auf künftige Herausforderungen reagieren."

Schütze den Wald, dann schützt er dich

Die Öffentlichkeit profitiert vom Schutz des Waldes, trägt aber auch einen Teil der Kosten für seine Pflege. Dennoch ist nicht vielen bekannt, was der Wald vor der Haustüre leistet. Der Alpine Schutzwaldpreis - Helvetia rückt beispielhafte Projekte in den Vordergrund. "Der Alpine Schutzwaldpreis bietet innovativen Projekten eine Bühne und zeigt auf wie kleine Initiativen grosse Wirkung entfalten können", sagte die Liechtensteiner Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer anlässlich der Preisverleihung. "Zudem zeigt die Veranstaltung die Bedeutung des Schutzwalds auf und sensibilisiert die Bevölkerung für dieses wichtige Thema."

Die Gewinner nach Kategorien:

Öffentlichkeitsarbeit: Schutzwaldpreis der Waldregionen 2 & 3, St. Gallen Schutzwaldpartnerschaft & Innovation: Schutzwaldpartnerschaft Dürregg, St. Gallen Erfolgsprojekt: Dorfschutzwald Vals - 105 Jahre Schutzwaldpflege, Graubünden Schulprojekt: Waldjahre - der Lebensweg eines Baumes, Franz-Fischerschul, Tirol Spezialpreis der Jury: Bolgenach II - Einsatz für den Wald, innovativ und mutig, Vorarlberg

Die Gewinner erhielten eine Holzskulptur des Tiroler Künstlers Helmut Mayr. Die Volksschule bekam zusätzlich einen Geldpreis für die Klassenkassa.

Organisiert wird der Alpine Schutzwaldpreis - Helvetia von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen. Der Tiroler Forstverein war in diesem Jahr für das Austragen des Preises verantwortlich. Heuer trat erstmals die Versicherungsgruppe Helvetia als Hauptsponsor auf. Das Unternehmen engagiert sich seit fünf Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

Der Schutzwald - die grüne Lebensversicherung

Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine. Die Wurzeln der Bäume stabilisieren Hänge und verhindern Erosion an Bachufern. Wälder bedecken fast die Hälfte des Alpenraums. Ob Autobahnen, Eisenbahngleise oder Skianlagen: Wälder schützen Bauten, die zentral für den Tourismus und den Gütertransport sind. Sie bremsen Lawinen oder Steinschlag oft kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen. Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist enorm. Um gegen Naturgefahren anzukommen, muss der Schutzwald gesund und intakt sein. Dazu sagte die Liechtensteiner Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer: "Die Sicherstellung der Schutzfunktion unserer Schutzwälder stellt in den Alpen eine Notwendigkeit dar. Der Schutzwald war seit jeher unsere Lebensversicherung und wir müssen sicherstellen, dass er dies auch in Zukunft sein kann."

Bilder

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Kontakt:

Ministerium für Infrastruktur und Umwelt sowie Sport
Stephan Jäger
T +423 236 76 83



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