Fürstentum Liechtenstein

ikr: Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF)
Bodensee-Obersee: Erneuter Rückgang der Fischfänge 2013

Vaduz (ots/ikr) - Der Fang der insgesamt 134 Berufsfischer am Bodensee-Obersee lag im Jahr 2013 mit rund 465 Tonnen 16 % unter dem ohnehin sehr niedrigen Fang des Vorjahres. Damit war 2013 das schlechteste Fangjahr überhaupt seit 1954. Zusätzlich zu den schlechten Felchenfängen sind nun auch die Erträge bei den Weißfischen und Barschen deutlich zurückgegangen. Der niedrige Gesamtfang wird auf den geringen Nährstoffgehalt zurückgeführt.

Die rund 13.000 Angelfischer erzielten mit insgesamt 50 Tonnen ebenfalls ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

Die diesjährige Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei fand unter dem Vorsitz von Bayern am 25. Juni 2014 in Salgen in Bayern statt. Schwerpunktthemen der Konferenz waren die Entwicklung der Felchenfischerei vor dem Hintergrund rückläufiger Nährstoffgehalte im See, die wirtschaftliche Situation der Berufsfischerei am Bodensee-Obersee, sowie die belastende Kormoransituation am gesamten Bodensee.

Der Anteil der Felchen am Gesamtfang lag bei 63 %. Mit 294 Tonnen wurden gegenüber dem Vorjahr 12 % weniger Felchen gefangen. Der Barschertrag nahm gegenüber dem Vorjahr von 109 auf 80 Tonnen deutlich ab. Auch für die Weißfische war mit einem Ertrag von 32 t gegenüber 2012 eine Abnahme um 36 % zu verzeichnen. Die Erträge von Seesaibling, Hecht und Trüsche hingegen zeigten eine leichte Steigerung. Die Konferenz erörterte die überaus angespannte wirtschaftliche Lage der Berufsfischer und Möglichkeiten für deren Existenzsicherung. Auf Wunsch der Berufsfischer wird der Netzeinsatz angepasst. In Gesprächen mit der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee sollen weitere Möglichkeiten zur Förderung der Berufsfischerei erörtert werden. Die IBKF hat auch Möglichkeiten einer deutlicheren Kennzeichnung der Netze im ufernahen Flachwasserbereich beraten. Ein entsprechender Informationsflyer aus Baden-Württemberg wurde vorgestellt. Gut sichtbare Kennzeichnung und Information der Badegäste können ein gefahrloses Miteinander von Berufsfischern und Schwimmern ermöglichen.

Weitere aktuelle Informationen über die Bodenseefischerei sind auf der IBKF-Homepage (www.IBKF.org) zu finden.

Kontakt:

Amt für Umwelt
Helmut Kindle, Leiter
T +423 236 61 97


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