Fürstentum Liechtenstein

ikr: Tag gegen Lärm am 30. April 2014: Die grössten Irrtümer zum Strassenlärm

Vaduz (ots/ikr) - Hauptquelle der Lärmbelastung in Liechtenstein ist der Strassenverkehr. Gemäss Strassenlärmkataster sind rund 13% der Bevölkerung von störendem Strassenlärm betroffen. Dies sorgt für viel Diskussionsstoff in Politik, Wissenschaft, Medien oder der Bevölkerung. Und wo viel geredet wird, sind Gerüchte, Mythen und Irrtümer schnell zur Hand. Die Trägerschaft des "Tag gegen Lärm" 2014 widmet sich den grössten Irrtümern rund um das Thema Strassenlärm, gibt Antworten und zeigt Handlungsansätze auf. Nachfolgend sind drei der wichtigsten Irrtümer exemplarisch ausgewählt und kurz erläutert. Weiterführende Informationen zu diesem Thema gibt es auf der offiziellen Seite zum "Tag gegen Lärm" (www.laerm.ch).

Irrtum 1: An Strassenlärm gewöhnt man sich irgendwann

An Strassenlärm gewöhnt sich der Mensch nie vollständig. Bei jedem störenden Geräusch gerät der menschliche Körper in Alarmbereitschaft. Er schüttet Stresshormone aus, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt und die Atemfrequenz nimmt zu. Bereits ab einer nächtlichen Lärmbelastung von 40 bis 50 Dezibel wird der Schlaf gestört und der Mensch wacht häufiger auf. Folge davon sind Schläfrigkeit sowie verminderte Aufmerksamkeit am nächsten Tag. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen bis hin zum Herzinfarkt.

Irrtum 2: Der Einfluss des Reifens auf die Lärmbelastung ist minim

Das Abrollgeräusch der Reifen verursacht bei konstanter Fahrt bereits ab 35km/h mehr Lärm als die Motoren der Autos. Mit leiseren Reifen lässt sich der Lärm markant reduzieren, und zwar direkt an der Quelle. Durch die Ausrüstung eines PKWs mit lärmarmen Pneus lassen sich die Geräuschemissionen des Fahrzeugs halbieren. Dies ohne Leistungseinbussen bei der Sicherheit und dem Treibstoffverbrauch. Leise Reifen wirken flächendeckend und unmittelbar nach der Montage (www.reifenetikette.ch).

Irrtum 3: Tempo 30 bringt nichts gegen den Lärm

Autos, die langsamer fahren, sind leiser. Wird die Höchstgeschwindigkeit auf einer Straße von 50 auf 30 km/h reduziert, verringert sich der Lärm bis zu drei Dezibel. Dies entspricht einer Halbierung des Verkehrslärms. Tempo 30 verbessert deshalb die Lebensqualität für die Quartierbewohner, gleichzeitig verringert sich das Risiko für Verkehrsunfälle.

Kontakt:

Amt für Umwelt
Fabian Schierscher
T +423 236 61 85



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