Fürstentum Liechtenstein

ikr: PISA-Test wird 2015 nicht durchgeführt

Vaduz (ots/ikr) - Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 11. Februar 2014 beschlossen, dass Liechtenstein am Programm für internationale Kompetenzmessung bei Schülerinnen und Schülern (PISA) im Jahr 2015 nicht teilnehmen wird.

Liechtenstein hat seit dem Jahr 2000 insgesamt fünf Mal an der OECD Bildungsstudie PISA teilgenommen. "Bei den jüngsten Testreihen zeigten sich jeweils sehr gute und stabile Ergebnisse. Die Schülerinnen und Schüler Liechtensteins schnitten regelmässig überdurchschnittlich gut ab", so Aurelia Frick.

Nachdem bei den ersten Durchführungen viele wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Bildungswesens gewonnen werden konnten und Massnahmen umgesetzt wurden, sind nun nur noch wenig neue Erkenntnisse zu erwarten. Deshalb hat das zuständige Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur zusammen mit dem Schulamt eine Überprüfung der Situation vorgenommen. Nach sorgfältigem Abwägen und mit der Sicherheit, dass die Bildungsqualität in Liechtenstein nicht leiden wird, hat die Regierung entschieden, auf die Teilnahme am nächsten PISA-Test im Jahr 2015 zu verzichten.

Beim letzten PISA-Test im Jahr 2012 erreichten die 15-Jährigen aus Liechtenstein wiederum sehr erfreuliche Ergebnisse. In allen drei getesteten Fachbereichen - Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften - lagen die Leistungen signifikant über dem OECD-Mittelwert. Die guten Resultate in allen drei Fachbereichen bestätigten die ebenfalls überdurchschnittlichen Leistungen bei den letzten PISA-Messungen. In Mathematik erreichte Liechtenstein sogar das beste Resultat in Europa und auch in den Naturwissenschaften schnitten die Liechtensteiner 15-Jährigen zum vierten Mal überdurchschnittlich gut ab.

Nach diesen guten Ergebnissen ist das liechtensteinische Bildungswesen sehr gut positioniert und dessen hohe Qualität mehrfach bestätigt worden. Objektive Leistungsmessungen mit anderen Instrumenten sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil im Bildungscontrolling. Quervergleiche insbesondere mit Schweizer Kantonen werden weiterhin angestrebt. Mit dem Verzicht kann zudem eine Entlastung von Lehrern und Schülern erwartet werden.

Kontakt:

Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur 
René Schierscher, Generalsekretär
T +423 236 60 19


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