Fürstentum Liechtenstein

ikr: Energie sparen auch bei historischen Gebäuden

Vaduz (ots/ikr) - Die Denkmalpflege- und Energiefachstellen des Fürstentums Liechtenstein sowie der Kantone St. Gallen, Thurgau und beider Appenzell haben gemeinsam eine Broschüre zum Thema «Energetische Sanierung am Kulturobjekt» herausgegeben. Anhand von konkreten Beispielen wollen sie zeigen, dass Denkmalschutz und Energiesparen bei alten Häusern unter einen Hut gebracht werden können.

Energiesparen und Denkmalschutz sind zwei gleichwertige öffentliche Interessen. Beide Anliegen haben ihre Berechtigung und verfolgen das Ziel, die nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dazu Patrik Birrer von der Abteilung Denkmalpflege im Amt für Kultur: «Wir wollen die nicht ersetzbaren natürlichen und kulturellen Ressourcen erhalten, mit ihnen müssen wir sorgsam umzugehen. Die neue Broschüre will zeigen, dass Energiesparmassnahmen auch bei historischen Bauten möglich und sinnvoll sind. Sie zeigt anhand von vorerst neun gelungenen Beispielen aus der Region auf, wie historische Bauten unter Einbezug denkmalpflegerischer Aspekte nachhaltig renoviert und energetisch saniert werden können.» Aus Liechtenstein werden das Brendle-Haus in Schellenberg und das Haus Leitawis in Triesenberg vorgestellt.

Gute Beispiele sollen vermitteln und anregen

Die Publikation «Energetische Sanierungen am Kulturobjekt» richtet sich nicht nur an Fachleute, sondern auch an Laien, die sich mit der Renovation von alten Bauten beschäftigen. Das Umschlagsblatt bietet grundsätzliche und technische Erläuterungen sowie die Kontaktadressen aller beteiligten Denkmalpflege- und Energiefachstellen. Die einzelnen Objekte werden jeweils auf einem eigenen Informationsblatt dargestellt. Auf den losen Blättern, welche in Zukunft durch weitere Beispiele ergänzt werden können, sind jeweils Ausgangslage und Sanierung beschrieben, zudem sind die getroffenen energetischen Massnahmen an Fenstern, Dach oder Aussenwand einzeln aufgelistet. Ausgewählte Bilder zeigen die Bauten vor und nach der Intervention. Planschnitte, Grundrisse oder Fassadendetails verdeutlichen die ausgeführten Massnahmen.

Sinnvolle Kooperation über die Grenzen hinweg

Die Zusammenarbeit der Fachstellen für Denkmalpflege und der Energiefachstellen über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus ist sinnvoll, weil die Herausforderungen überall dieselben sind und durch ein gemeinsames Auftreten das Anliegen besser vertreten werden kann. Der sorgsame Umgang mit Baudenkmälern ist seit Generationen ein Anliegen der Gesellschaft. Diese sind als nicht ersetzbare materielle Zeugnisse unserer Vergangenheit in ihrer historischen Substanz und in ihrer Erscheinung möglichst unverändert zu erhalten. Die Möglichkeiten zur Energieeinsparung dürfen und sollen aber auch vor Kulturobjekten nicht Halt machen. Die neuen Merkblätter geben dazu Denkanstösse und zeigen Lösungsmöglichkeiten auf. Die Blätter können unentgeltlich beim Amt für Kultur angefordert werden und sind auch im Internet abrufbar (www.aku.llv.li/denkmalpflege/öffentlichkeitsarbeit).

Kontakt:

Amt für Kultur
Patrik Birrer, Leiter Denkmalpflege
T +423 236 62 82



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