Fürstentum Liechtenstein

ikr: Vereinbarkeit von Familie und Erwerb - Ein Gewinn für Frauen UND Männer!
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Vaduz (ots/ikr) - Immer mehr Menschen wünschen sich eine gesunde Work-Life-Balance, in der sowohl Zeit für die Familie als auch ein erfülltes Erwerbsleben Platz haben. Nicht zuletzt durch die demographische Entwicklung ist die Wirtschaft mehr als in der Vergangenheit auf Frauen und Männer im Erwerbsleben angewiesen. Zwischen Erwerbs- und Privatleben ein Gleichgewicht zu finden, stellt eine besondere Herausforderung für Familien dar. Die meisten Paare wollen Familie und Beruf vereinbaren, nur wenigen gelingt jedoch eine zufriedenstellende Umsetzung.

Woran liegt es, dass Wunsch und Realität oft auseinanderklaffen? Wo liegen für Frauen und Männer die Stolpersteine? Was ist hilfreich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerb? Welchen Gewinn bringt Vereinbarkeit für Mütter und Väter, die Gesellschaft? Diesen Fragen ging die Veranstaltung der Stabsstelle für Chancengleichheit, des Ministeriums für Gesellschaft, der infra und des LANV vom 7. Juni nach. Alle interessierten Männer und Frauen waren dazu herzlich eingeladen.

Nach der Begrüssung durch Regierungsrat Mauro Pedrazzini, welcher die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Erwerb auch im Hinblick auf die Wirtschaft heraushob, startete das Programm mit Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz.

Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben - Was Männer wollen!

Mit der Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz, Geschäftsführerin der Pro Familia Schweiz, referierte eine überaus renommierte und engagierte Frau im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Erwerb über die Studie "Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben - Was Männer wollen!" der Pro Familia Stiftung Schweiz.

9 von 10 Männern wünschen sich eine Arbeitszeitreduktion und mehr Zeit für die Familie, so dass sie auch an Werktagen Vater sein können und einen Beitrag zur Haus- und Erziehungsarbeit leisten können. Die meisten Männer, die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten würden dies im Umfang bis zu 20% tun. Den grössten Hürden bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf begegnen Männern in der fehlenden Unterstützung durch den Arbeitgeber, festgefahrenen Rollenbildern und der momentanen Einkommenssituation. Die meisten Männer, so Meier-Schatz, hätten unter anderem Angst davor, dass eine Reduktion des Arbeitspensums negative Auswirkungen auf die Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten habe.

Für Unternehmen bedeutet dies konkret, dass es durchaus Sinn macht, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Dadurch erhalten die Unternehmen zufriedene und damit meist leistungsbereitere und -fähigere Mitarbeiter. Konkret können Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, indem sie beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten anbieten, die Vereinbarkeit zur Selbstverständlichkeit erklären, in der Planung von Terminen auf die Vereinbarkeit Rücksicht nehmen und die Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern abbauen, so Meier-Schatz.

Podiumsdiskussion und Interview

Im Weiteren berichteten drei Paare, welche die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb leben, in einer Podiumsdiskussion über ihre Erfahrungen. Die Berichte der drei Paare zeigten eindrücklich auf, welche Vorteile die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb für beide bringt. Es wurde aber auch deutlich herausgestellt, dass die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerb auch bei Arbeitgebern noch längst keine Selbstverständlichkeit ist. Es gilt noch einige Hürden zu überwinden. Auch in der Partnerschaft müssen beide zu Kompromissen bereit sein, was sich schliesslich aber für alle Beteiligten positiv auswirkt.

Der Teilzeitmann

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Interview mit Andy Keel, dem Initiator des Projekts "Der Teilzeitmann". Dieses Projekt, welches unter der gemeinsamen Trägerschaft des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann und männer.ch steht, hat sich zum ehrgeizigen Ziel gesetzt, den Anteil an teilzeitarbeitenden Männern bis ins Jahr 2020 auf über 20% zu steigern. Andy Keel stellte dabei das Projekt vor und stand zu seiner eigenen Teilzeitmann-Geschichte Rede und Antwort.

Gerne folgten die Gäste danach der Einladung zum Apéro, der zu anregenden Gesprächen genutzt wurde. Die Initiantinnen der Veranstaltung freuten sich über den gelungenen Anlass und liessen durchblicken, dass weitere Aktionen zum Thema folgen werden.

Kontakt:

Ministerium für Gesellschaft
Thomas Hasler, Mitarbeiter der Regierung
T +423 236 64 40



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