Fürstentum Liechtenstein

ikr: Stabile und bewährte Zusammenarbeit: Regierungschef Klaus Tschütscher zu Gast bei Finanzminister Wolfgang Schäuble

Vaduz (ots/ikr) - "Kein Finanzplatz kann sich mehr auf Steuerhinterziehung ausrichten. Dieses Geschäftsmodell ist Geschichte. Liechtenstein hat heute nicht nur ein seit Jahren anerkanntes System zur Bekämpfung von Missbräuchen des Finanzplatzes, sondern erfüllt auch die internationalen OECD-Standards zur Transparenz und Steuerkooperation. Bei der Wertpapier- und Bankenaufsicht sind wir fest im europäischen System integriert". Regierungschef Klaus Tschütscher konnte im Arbeitsgespräch mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble einmal mehr die konsequent umgesetzten Eckpunkte und Handlungsfelder der liechtensteinischen Finanzplatzstrategie erläutern. Im Mittelpunkt des Arbeitsgespräches standen die Euro-Staatsschulden-Krise sowie aktuelle bilaterale und multilaterale Projekte und Herausforderungen im Finanz- und Steuerbereich.

Stabile bilaterale Beziehungen

"Die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Fürstentum sind hervorragend. Mit der Unterzeichnung des vergangenen Doppelbesteuerungsabkommens konnten wir einen ganz besonderen Meilenstein für den Wirtschaftsstandort Liechtenstein setzen. Unsere Zusammenarbeit mit Deutschland beruht auf Kontinuität", betonte Regierungschef Klaus Tschütscher in Berlin.

Gebündelte liechtensteinische Interessen

Im bereits mehrfach in München, Berlin und auch in Hamburg erprobten Format diskutierte Regierungschef Klaus Tschütscher in zwei Veranstaltungen vor Finanz- und Wirtschaftsexperten über die besondere Rolle des Wirtschafts- und Finanzstandorts Liechtenstein. Mit der Liechtenstein-Erklärung, dem neuen Steuergesetz und den Steuerabkommen sowie dem konsequenten Ausbau des Fondsplatzes mit wettbewerbsfähiger und europakompatibler Regulierung ist Liechtenstein ein attraktiver Finanzstandort in Europa mit Potential. Regierungschef Klaus Tschütscher brachte die gebündelten liechtensteinischen Interessen aktiv in die Diskussionen ein. Er betonte dabei die besondere Bedeutung der Achse Deutschland-Liechtenstein. Durch seine über 3600 Unternehmen ist das Fürstentum Liechtenstein international vor allem mit Deutschland intensiv vernetzt. Viele Liechtensteiner Unternehmen agieren in speziellen, forschungsintensiven Marktnischen und gehören zu den Weltmarktführern.

Zum Abschluss seines Berlin-Aufenthaltes besuchte Regierungschef Klaus Tschütscher die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Auf eindrückliche Weise geführt wurde die Delegation aus Liechtenstein von einem ehemaligen Inhaftierten, der Anfang der 80er Jahre nach einem gescheiterten Fluchtversuch mehrere Monate in dem damaligen Untersuchungsgefängnis des Ministerium für Staatssicherheit MfS verbringen musste. Die Gedenkstätte hat die gesetzliche Aufgabe, die Geschichte der Haftanstalt Hohenschönhausen in den Jahren 1945 bis 1989 zu erforschen, über Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen zu informieren und zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung und Unterdrückung in der kommunistischen Diktatur anzuregen. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert.

Kontakt:

Information und Kommunikation der Regierung
Markus Amann
T +423 776 63 06



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