Fürstentum Liechtenstein

ikr: Potenzial der Führungskräfte gezielt entwickeln

Vaduz (ots/ikr) - Der wirtschaftliche, soziale und technische Wandel der heutigen Gesellschaft, die internationale Entwicklung sowie ein dynamisches Umfeld mit hohen regulatorischen Anforderungen erfordern vom Standort Liechtenstein ein hohes Mass an Veränderungskompetenz. In diesem Kontext ist die Landesverwaltung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Regierung hat deshalb in ihrer Sitzung vom 18. Dezember 2012 die Erarbeitung eines Detailkonzepts zur strategischen und systematischen Weiterbildung der Führungskräfte der Landesverwaltung in Auftrag gegeben. Das Konzept soll bis Anfang Mai 2013 erarbeitet werden.

Es ist eine ständige Aufgabe der Regierung sicherzustellen, dass die Organisation und Arbeitsweise der Landesverwaltung den stetig wachsenden und immer komplexer werdenden Aufgaben gerecht wird. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über die Regierungs- und Verwaltungsreform auf die neue Legislaturperiode 2013/2017 werden neue, einheitliche Strukturen im unmittelbaren Umfeld der Regierung, mit besserer Abgrenzung der Zuständigkeiten und Kompetenzen zwischen den einzelnen Ministerien und den Amtsstellen geschaffen. Gleichzeitig soll die Regierung von operativen Alltagsgeschäften entlastet und die Verwaltung gestärkt werden. Um diese Stärkung zu gewährleisten, gilt es insbesondere in das Potenzial der Führungskräfte zu investieren und dies mit dem Ziel, die Effizienz und Qualität in der Leistungserbringung einheitlich und sukzessive zu verbessern.

Systematische Managemententwicklung stärkt die Verwaltung

Zu diesem Zweck und als strategisches Element soll ein speziell auf die Anforderungen an die Führungskräfte in der Landesverwaltung zugeschnittenes Weiterbildungsangebot - die Verwaltungsakademie Liechtenstein - konzipiert werden. Die Führungskräfte sollen über ein standardisiertes, hohes Niveau an Wissen und Kompetenzen verfügen, welche zur erfolgreichen und effizienten Bewältigung der aktuellen und künftigen Anforderungen an den Staat bzw. die Verwaltung unabdingbar sind. "Erfolgreiches Veränderungsmanagement steht vor allem für Führungsqualität. Die Landesverwaltung ist ein wichtiger Faktor in der erfolgreichen Gestaltung von Veränderungsprozessen, denen sich unser Land nicht verschliessen kann. Vielmehr geht es darum, die Notwendigkeit und die Chancen des Wandels zu erkennen. Zusätzlich zum bereits bestehenden Fachwissen sind künftig in verstärktem Masse Führungs- und Schlüsselkompetenzen gefordert. Die Regierungs- und Verwaltungsreform erhält damit die notwendige inhaltliche Schubkraft und die Verwaltung wird gestärkt" erläuterte Regierungschef Klaus Tschütscher.

Hohes Niveau an Basiswissen ergänzt mit Schlüsselkompetenzen

Ziel der Verwaltungsakademie ist es, ein festgelegt hohes Niveau an erweitertem Basiswissen über die staatlichen Strukturen und Abläufe, über die Geschichte Liechtensteins, dessen Rechtsordnung, dessen internationale Beziehungen, über die Entscheidungsprozesse auf staatlicher Ebene sowie die Rollenteilung zwischen Staat und Gemeinden, aber auch zu nichtstaatlichen Organisationen und Akteuren innerhalb oder ausserhalb des Landes zu etablieren. Ergänzend dazu sollen die Führungskräfte über die notwendigen Schlüsselqualifikationen wie z.B. Fach-, Methoden-, Sozial-, Persönlichkeits- und Handlungskompetenz verfügen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen vermittelt und Beispiele aus der Praxis sollen zu einer Reflexion über die eigenen Aufgaben und zu einer Qualitätssteigerung beitragen. Bei der Vermittlung des modular gestalteten Lehrstoffs soll auf externe, vor allem aber auf verwaltungsinterne Experten aus den Bereichen Rechtsordnung, internationale Beziehungen, Finanzmanagement etc. zurückgegriffen werden.

Mitwirkung des Liechtenstein-Instituts

Das in Auftrag gegebene Konzept wird vom Amt für Personal und Organisation unter Einbezug des Regierungssekretärs und des Liechtenstein-Instituts erarbeitet. Das Liechtenstein-Institut bietet bereits Lehrveranstaltungen zu Liechtenstein betreffenden Themen an und widmet sich den Fachbereichen Rechts-, Politik-, Sozial-, Wirtschafts- und Geschichtswissenschaft.

Kontakt:

Horst Schädler, Regierungssekretär
T +423 236 60 06


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