Fürstentum Liechtenstein

ikr: Gemeinschaftsbriefmarke Deutschland - Liechtenstein wird in Ludwigshafen vorgestellt

Vaduz (ots/ikr) - Am 14. Juni 2012 fand in Ludwigshafen am Rhein die Präsentation der Gemeinschaftsbriefmarke Liechtenstein-Deutschland statt. Am Festakt im Rathaus nahmen über 100 Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft teil, darunter auch die stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und der liechtensteinische Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer.

Auf Einladung des Botschafters des Fürstentums Liechtenstein in Berlin, Prinz Stefan von und zu Liechtenstein, fanden sich am 14. Juni 2012 über 100 geladene Gäste zur Präsentation des Sonderpostwertzeichens "Pfälzer Hütte" im Rathaus der Stadt Ludwigshafen am Rhein ein. "Die Vorstellung der ersten Gemeinschaftsbriefmarke der Bundesrepublik Deutschland und des Fürstentums Liechtenstein ist für uns etwas ganz Besonderes!", betonte Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer in seiner Präsentationsrede und verwies auf die weiterhin grosse Bedeutung der Philatelie in Liechtenstein. Noch bedeutungsvoller jedoch ist nach Aussage des Regierungschef-Stellvertreters die Tatsache, dass mit tatkräftiger Unterstützung des deutschen Finanzministeriums die Gemeinschaftsmarke herausgegeben werde. "Gerade auch mit dieser Briefmarke zeigt sich, dass die Beziehungen zwischen unseren Staaten weiter ausgebaut werden."

Bruno Güntensberger, Verwaltungsratspräsident der Liechtensteinischen Post AG, stellte in seiner Ansprache die lange Tradition deutscher Motive auf liechtensteinischen Marken in den Vordergrund und betonte: "In der 100jährigen Geschichte der Liechtensteiner Briefmarken finden sich immer wieder Wertzeichen, die einen starken Bezug zu Deutschland aufweisen. 1947 wurde der deutsche Flugpionier Otto Lilienthal auf einer Briefmarke verewigt, dieselbe Würdigung erhielt Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1981."

Eine Briefmarke entsteht

Um die Gemeinschaftsmarke zu verwirklichen, führten die Postgesellschaften Deutschlands und Liechtensteins einen Gestaltungswettbewerb durch. Gemeinschaftsmarken zwischen zwei befreundeten Ländern erfreuen sich nach wie vor grosser Beliebtheit, wird doch auf diese Weise das gute Einvernehmen zwischen zwei Staaten auf sympathische Weise dokumentiert. Die vorliegende Marke "Pfälzer Hütte" (Wertstufe CHF 1.40 in Liechtenstein und 75 Cent in Deutschland) wurde von Corinna Rogger aus Biberach (DE) gestaltet, die diesen Wettbewerb gewonnen hatte und auch persönlich zur Präsentation nach Ludwigshafen kam. Ihr Entwurf beruhte auf einem Foto des Liechtensteiners Meinrad Büchel, das ihr auf Anfrage vom Liechtensteiner Alpenverein LAV zur Verfügung gestellt worden war.

Die Pfälzerhütte

Im Mai 1925 beschloss der "Verband der Pfälzischen Sektionen im Deutschen und Österreichischen Alpenverein" im Rätikon eine Hochgebirgshütte zu errichten. Als Standort wurde das Bettlerjoch gewählt, ein Bergsattel auf liechtensteinischem Boden zwischen Augstenberg und Naafkopf, an der Grenze zu Österreich und der Schweiz. Dieses Ansinnen wurde auch von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein freudig begrüsst, die im April 1926 die Baugenehmigung erteilte. Am 5. August 1928 konnte die Pfälzerhütte nach einer Bauzeit von 113 Tagen feierlich eingeweiht werden. 1950, nachdem die Hütte über viele Jahre hinweg unbewohnt blieb und mehrmals geplündert wurde, kam sie in den Besitz des Liechtensteiner Alpenvereins LAV. Heutzutage ist die um ein Nebengebäude erweiterte Schutzhütte von Juni bis Oktober durchgehend bewirtschaftet.

Kontakt:

Markus Kaufmann
Persönlicher Mitarbeiter des Regierungschef-Stellvertreters
T +423 236 60 09


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