Fürstentum Liechtenstein

ikr: Hugo Quaderer trifft Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan

Vaduz (ots/ikr) - "Die einzige Ressource unseres Landes ist Wissen. Wer in Wissen investiert, sichert die eigene Zukunft." Bildungsminister Hugo Quaderer unterstrich bei einem Arbeitstreffen mit der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, in Berlin die Wichtigkeit von Bildung und Wissenschaft. Neben Diskussionen zum Hochschulbereich sprachen die beiden Minister vor allem darüber, wie die Lehrpersonen gestärkt werden könnten, damit sie ihre zentrale Rolle im Bildungswesen weiterhin erfolgreich wahrnehmen können.

Kooperationen im tertiären Bildungsbereich

Im Rahmen des Arbeitsgesprächs tauschten sich Regierungsrat Quaderer und Bundesministerin Schavan unter anderem zu einer möglichen, engeren Kooperation Liechtensteins und Deutschlands im Hochschulbereich aus. Immerhin gut 150 Deutsche studieren an der Universität Liechtenstein, während umgekehrt rund 40 Liechtensteiner an deutschen Universitäten eingeschrieben sind. Es wurden Fragen der gegenseitigen Anerkennung sowie Erleichterungen beim Zugang zu Universitäten diskutiert. Dies vor allem auch darum, weil in Europa ein Akademikermangel prognostiziert wird. Trotzdem wollen aber weder Deutschland noch Liechtenstein auf das Erfolgsmodell der dualen Berufsbildung verzichten, die in beiden Ländern stark verwurzelt ist und einen hohen Stellenwert geniesst.

Nach dem Motto "kein Abschluss ohne Anschluss" muss das Bildungswesen durchlässiger werden und den Weg von der Berufslehre zur Universität besser ermöglichen. Bundesministerin Schavan betonte in der Diskussion, dass die berufliche Bildung in Deutschland so stark wie in kaum einem zweiten Land ist. Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist nur halb so hoch wie der Schnitt in Europa. "In Deutschland hat jeder die Chance zum Aufstieg, über den akademischen Weg genauso wie über den Weg der beruflichen Bildung", erläuterte Schavan.

Zudem informierte sich die liechtensteinische Delegation über das Forschungsförderungssystem in Deutschland und diskutierte mit Bundesministerin Schavan die Möglichkeit, wie die Wirtschaft in die Finanzierung der Forschung besser eingebunden werden kann.

Bildungsstandort Liechtenstein

Im Rahmen seines Arbeitsbesuches in Berlin diskutierte Bildungsminister Hugo Quaderer auch mit der Ausschussvorsitzenden für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im Deutschen Bundestag, Ulla Burchardt, die seit 1990 Mitglied des Bundestages ist. Bildungsminister Hugo Quaderer stellte in der Diskussion unter anderem auch den Bildungsstandort Liechtenstein vor und widmete einen weiteren Themenschwerpunkt der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.

Integration und Bildung

Praktische Schularbeit in Berlin bekam Bildungsminister Hugo Quaderer anschliessend bei einem Besuch in der Neumarkt-Grundschule zu sehen. Im Rahmen einer Unterrichtsstunde und eines Lesewettbewerbes konnte sich die Liechtenstein Delegation über das praxiserprobte Miteinander von Integration und Bildung in Berlin Schöneberg informieren.

Kontakt:

Simon Biedermann, Ressortsekretär
+423 776 76 68



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