Fürstentum Liechtenstein

ikr: Internationaler Tag gegen Rassismus

Vaduz (ots/ikr) - Seit dem 21. März 1960, als eine friedliche Anti-Apartheidsdemonstration in Sharpeville, Südafrika, gewaltsam niedergeschlagen wurde, begeht die internationale Gemeinschaft jeweils am 21. März den Tag gegen Rassismus. Die Bemühungen, Rassismus zu bekämpfen sowie gegenseitiges Verständnis und Toleranz zu fördern, stehen im Zentrum dieses Tages.

Chancengleichheit und Integration als Prävention gegen Rassismus

Die Integration aller Bevölkerungsgruppen in die Gesellschaft, die Schaffung von Chancengleichheit sowie die Förderung einer offenen Gesellschaft sind wichtige Voraussetzungen, um Rassismus vorzubeugen. Liechtenstein hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von bedeutenden Massnahmen in diese Richtung erfolgreich durchgeführt. Dazu gehören Massnahmen im Bereich Erziehung und Bildung, wie Deutschkurse für Mütter und Kinder im Spielgruppenalter, Deutsch als Zweitsprache in allen Kindergärten- und Schulstufen oder die Subventionierung von Deutschkursen für Migrantinnen und Migranten.

Zu erwähnen ist auch das Integrationskonzept, welches die Regierung Ende 2010 verabschiedet und im vergangenen Jahr der Öffentlichkeit im Rahmen der ersten Integrationskonferenz vorgestellt hat. Dieses steht unter dem Titel "Stärke durch Vielfalt" und beinhaltet einen Massnahmenkatalog für die Jahre 2010 bis 2013.

2011 keine Gewalttaten aus rassistischen Motiven

Neben der Förderung von Integration, Chancengleichheit und Toleranz wurde in den vergangenen Jahren auch gezielt gegen rassistisch motivierte Gewalt vorgegangen. Der von der Regierung im Jahr 2010 verabschiedete Massnahmenkatalog gegen rechte Gewalt (MAX), welcher verschiedene Aktionen zur Sensibilisierung, Vernetzung, Beratung und Weiterbildung vorsieht wird von der Gewaltschutzkommission umgesetzt. Die Tatsache, dass im Jahre 2011 keine Gewalttaten aus rassistischen Motiven registriert wurden, kann als Erfolg der ergriffenen Massnahmen, wozu unter anderem die Kampagne "Gesicht zeigen gegen rechte Gewalt" gehört, gewertet werden.

Besuch der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI)

Kürzlich fand zudem ein Besuch der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) in Liechtenstein statt. Ziel des Besuchs war die Ausleuchtung der Situation in Liechtenstein betreffend Rassismus und Intoleranz, indem unter anderem die Bereiche Arbeit, Medien, Einwanderungspolitik, Flüchtlings- und Asylwesen untersucht wurden. Hierzu fanden einerseits Gespräche mit Behördenvertretern und andererseits mit Vertretern von Vereinen, welche in den relevanten Bereichen aktiv sind, statt. Die ECRI wird aus ihren Erkenntnissen einen Bericht zur Situation in Liechtenstein verfassen, welcher voraussichtlich im Januar 2013 veröffentlicht wird.

Kontakt:

Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Panagiotis Potolidis-Beck
T +423 236 60 51


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