Fürstentum Liechtenstein

ikr: Regierungsrätin Renate Müssner bewertet die Ergebnisse des Klimagipfels als Fortschritt

Vaduz (ots/ikr) - Renate Müssner nahm vom 7. bis 9. Dezember an der Weltklimakonferenz in Durban teil. Über die erzielten Ergebnisse äussert sie sich vorsichtig optimistisch. Die Staatengemeinschaft hat sich verpflichtet, bis 2015 einen neuen Klimavertrag mit bindenden Reduktionen für alle Staaten auszuarbeiten.

Am 11. Dezember endete in Durban (Südafrika) die bisher längste Klimakonferenz. Seit dem 28. November verhandelten die Vertragsstaaten der Klimakonvention und des Kyoto-Protokolls zum weiteren Vorgehen im Klimaschutz. Es ging darum, für die Zeit nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls Ende 2012 international vereinbarte Vorgehensschritte zu einem neuen Abkommen auszuhandeln. Regierungsrätin Renate Müssner nahm seit dem 7. Dezember am Ministersegment der Verhandlungen teil. Auf Verwaltungsebene war Liechtenstein durch Vertreter des Amt für Wald, Natur und Landschaft und des Amt für Umweltschutz in Durban vertreten.

Als wesentliche Ergebnisse der Verhandlungen sind folgende Punkte hervorzuheben: Das Kyoto-Protokoll kann - wenn auch nicht für alle Industrieländer - für eine zweite Verpflichtungsperiode weitergeführt werden. Während dieser Zeit wird bis 2015 ein neuer Klimavertrag ausgehandelt, in dem sich alle Staaten gemäss ihres jeweiligen Ausstosses und ihrer Möglichkeiten rechtlich bindend zur Verminderung des Treibhausgasausstosses verpflichten. Dieser neue Vertrag soll ab 2020 in Kraft treten.

International wichtiger Erfolg bei schwieriger Ausgangslage

Als definitiven Durchbruch im immer dringlicher werden Kampf gegen den Klimawandel will Renate Müssner diese Ergebnisse nicht einstufen. Dies konnte angesichts der sehr schwierigen Ausgangslage der Verhandlungen und den extrem widersprechenden Interessen der verschiedenen Ländergruppen auch nicht erwartet werden. Es ist aber wichtig und ein grosser politischer Erfolg, dass ein Ergebnis erzielt werden konnte, das Aussicht auf ein konkretes und bindendes internationales Abkommen verspricht, in dem alle Staaten eingebunden sind.

"Das von Liechtenstein angestrebte Ziel, ab sofort weltweit verpflichtende Aussagen zur Reduktion des Klimagasausstosses um mindestens 20 Prozent gegenüber dem Bezugsjahr 1990 zu erhalten, wurde nicht erreicht. Es konnte aber auf politischer Ebene eine Basis geschaffen werden, auf welcher international weitergearbeitet werden kann. Dabei haben sich alle Staaten trotz unterschiedlicher Ausgangslage und Interessen dazu bekannt, nach ihren Möglichkeiten einen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasse zu leisten. Die Blockadehaltung scheint überwunden und alle Länder der Weltgemeinschaft sind gewillt, einen Beitrag gegen den drohenden Klimawandel zu leisten", so Regierungsrätin Renate Müssner. Zu weiteren Massnahmen im eigenen Land äusserte sich Renate Müssner dahingehend, dass unabhängig von den Ergebnissen in Durban Liechtenstein wie bisher eine Umweltpolitik verfolgt, die auf den Ersatz fossiler Energieträger abzielt. Dies generiert einen zusätzlichen Umweltnutzen, da Luftschadstoffe vermieden werden. Zudem ist dies auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll.

Kontakt:

Ressort Umwelt, Raum, Land- und Waldwirtschaft
Jeannine-Preite-Niedhart
T +423 236 60 93



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