Fürstentum Liechtenstein

pafl: Haselmäuse früher und heute

Vaduz (ots/pafl) - Haselmäuse sind sehr seltene Zeitgenossen. Da sie nur etwa 10 cm gross sind und dichte Hecken und Gebüsche aus Laubholz vorziehen, findet man sie kaum. So ist es nicht erstaunlich, dass sie in Liechtenstein und ihren Nachbarländern sehr selten gefunden werden und international durch verschiedene Konventionen geschützt sind. In Liechtenstein wurden sie erstmals offiziell 1963 von Ernst von Lehmann nachgewiesen und seither nur noch zwei Mal in den 80er Jahren. So wurden bereits Stimmen laut, dass dieser zierliche Bilch, der nahe mit dem Siebenschläfer verwandt ist, in Liechtenstein vielleicht keine geeignete Lebensräume mehr findet.

Auf einen öffentlichen Aufruf in den Landeszeitungen am 30. August 2011 gingen zehn Meldungen beim Amt für Wald, Natur und Landschaft ein, wofür wir uns recht herzlich bedanken möchten. Einem der aktuellsten Sichtungen konnte vor Ort nachgegangen werden und führte zum ersten bestätigten Nachweis nach über 25 Jahren. Haselmäuse kommen im Bereich zwischen dem Schlosswald und dem Wildschloss auf etwa 800 M.ü.M. in Vaduz tatsächlich immer noch vor. Leider gab es keine Hinweise aus dem Talgebiet. Als strauch- und baumbewohnende Art leidet sie vor allen unter der Verinselung des Lebensraumes, da sie offenes Gelände kaum überquert. Solche Lebensräume sind im Talraum leider kaum noch zu finden.

Kontakt:

Amt für Wald, Natur und Landschaft
Naturkundliche Sammlung
Peter Niederklopfer
T +423 236 75 37


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