Fürstentum Liechtenstein

pafl: Prämienverbilligung in der Krankenversicherung
Auswertung der Prämienverbilligung für einkommensschwache Versicherte in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für das Jahr 2009

    Vaduz (ots) - Vaduz, 16. Juni (pafl) - Das System der Prämienverbilligung wird seit dem Jahr 2000 in Liechtenstein durchgeführt. Es schafft ein sozialpolitisches Korrektiv zur einkommensunabhängigen Kopf-Prämie in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP).

    Gemäss Art. 24b des Gesetzes über die Krankenversicherung (KVG) und Art. 92 der Verordnung zum Gesetz über die Krankenversicherung (KVV) fällt dem Amt für Gesundheit die Durchführung der Prämienverbilligung zu.

    Im Jahr 2009 gingen 4'957 Anträge (Vorjahr 4'726; + 4,9 %) von Versicherten beim Amt für Gesundheit ein, was etwa 17 % der erwachsenen Wohnbevölkerung entspricht. Insgesamt konnten 4'262 Anträge (86 %, Vorjahr 87,4 % - 1,4 %) positiv entschieden werden. Negative Entscheide mussten 695 (14 %, Vorjahr 12,6 % + 1,4 %) erlassen werden, wobei in 98,8 % der Fälle (687) die Ablehnung wegen Überschreitung der Erwerbsgrenzen zu erfolgen hatte.

    Die für das Jahr 2009 ausgerichteten Leistungen des Landes für die Prämienverbilligung betrugen CHF 5'770'204.15 (Vorjahr CHF 5'421'665.60).

    Weiter lässt sich aus den genannten Zahlen errechnen, dass im Jahr 2009 im Durchschnitt pro Bezüger CHF 1'353.85 (CHF 112.80 / Monat) an Subventionen nach KVG ausgerichtet wurden. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr CHF 41.40 mehr Prämienverbilligung pro Bezüger. Der Anstieg erklärt sich aufgrund der Erhöhung der Prämie in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und aufgrund des Umstandes, dass es mehr Bezüger über 65 Jahre als im Vorjahr waren, die einen 60- oder 40-prozentigen Subventionssatz, also ohne Abzug des Arbeitgeberbeitrages, erhalten haben.

    Der Abschlussbericht für das Jahr 2009 sowie der Tabellenanhang "Prämienverbilligung in der OKP 2000-2009" kann beim Amt für Gesundheit, Telefon 236 73 43, Internet www.ag.llv.li, bezogen werden.

Kontakt:
Amt für Gesundheit
Cornelia Konrad
T +423 236 73 43
cornelia.konrad@ag.llv.li



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