Fürstentum Liechtenstein

pafl: Ruhiger Winter für den Lawinendienst

    Vaduz (ots) - Vaduz, 31. Mai (pafl) - Der Lawinendienst des Fürstentums Liechtenstein zieht für die Wintersaison 2009/2010 eine positive Bilanz - wenige Lawinenabgänge und keine verletzten Personen.

    Schneetechnisch gesehen war die Saison 2009/2010 ein durchschnittlicher Winter. "Die Lawinensituation war trotz wenigen Niederschlägen und der eher geringen Schneehöhe über den ganzen Winter meist heikel. Oftmals herrschte die Lawinenwarnstufe 3 vor, was auf den schwachen Schneedeckenaufbau zurückzuführen ist", so der Chef des Lawinendienstes, Peter Lampert. Trotz der heiklen Situationen konnten um einiges weniger Lawinen verzeichnet werden wie in der Vorjahressaison. Insgesamt wurden im Berggebiet Malbun/Steg rund 25 Lawinen festgestellt. Erfreulicherweise mussten keine Personen evakuiert und keine Verletzten aus Lawinen geborgen werden.

    Der Mess- und Beobachtungsdienst hat an 181 Tagen Messungen von Temperaturen, Schneehöhe, Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Neuschneemengen in Malbun durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden regelmässig an das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos übermittelt, um so einen Beitrag zur Erstellung des täglich regionalen sowie nationalen Lawinenbulletins zu liefern.

    Neue Anlage soll präventiv wirken

    Im präventiven Bereich konnte Ende Januar eine Übungsanlage für die Handhabung von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS) installiert werden. Ziel der Anlage ist es, Schneesportlern die Möglichkeit zu bieten, den Umgang mit einem Lawinenverschüttetensuchgerät richtig zu erlernen. Die mittels Beschreibung selbsterklärende Anlage steht im Winter hinter dem Kirchlein in Malbun und kann ohne Betreuung kostenlos benutzt werden. Auch in der kommenden Saison wird die LVS-Trainingsanlage wieder zum Üben bereit stehen.

Kontakt:
Lawinendienst
Peter Lampert
T +423 777 40 40



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