Fürstentum Liechtenstein

pafl: Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein definiert Zukunftsbild

    Vaduz (ots) - Vaduz, 10. Mai (pafl) - Die Mitglieder des Vereins "Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein" verabschiedeten an der ersten ordentlichen Versammlung den Schlussbericht aus der zweijährigen Startphase. Im Zentrum der anschliessenden Diskussion stand das Zukunftsbild der Agglomeration in Bezug auf Siedlung und Verkehr. Gemeinsam wurde dabei die Basis für die Weiterentwicklung des Programms gelegt. Bis Ende 2011 soll die Eingabe in Bern deponiert werden. Ziel ist es, mit einem konsistenten Programm eine maximale finanzielle Beteiligung des Bundes an Infrastrukturprojekten zu erreichen.

    Seit 2007 erarbeiten die Gemeinden der Region Werdenberg und des Fürstentums Liechtenstein gemeinsam mit dem Kanton St. Gallen und der Regierung des Fürstentums Liechtenstein das Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein. Durch diese Arbeiten will sich die Region als periphere Region auf nationaler Ebene verstärkt Gehör und Gewicht verschaffen und gegenüber der zunehmenden Ausdehnung des Metropolitanraums Zürich bestehen. Mit der Eingabe eines konsistenten Agglomerationsprogramms bis Ende 2011 möchte die Region zudem eine möglichst hohe finanzielle Unterstützung durch den Bund für zukünftige Infrastrukturprojekte sicherstellen.

    Die Schwerpunkte der Erarbeitung lagen bisher in der Erstellung statistischer Grundlagen, der Definition heutiger und absehbarer Probleme von Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsentwicklungen sowie der Skizzierung von Lösungsstrategien und möglichen Einzelmassnahmen. Diese Grundlagen konnten an der ersten ordentlichen Versammlung des Vereins "Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein", die am 7. Mai 2010 in der Mitgliedsgemeinde Schellenberg abgehalten wurde, verabschiedet werden.

    Die nun in Angriff genommene zweite Erarbeitungsphase umfasst, basierend auf den Ergebnissen und Unterlagen der beiden Startjahre, die Definition des Zukunftsbildes für die gesamte Agglomeration. Der Prozess der grenzüberschreitenden Entwicklung eines gemeinsamen zukünftigen Bilds von Siedlung und Verkehr beidseits des Rheins ist für die Beteiligten - Land und Gemeinden des Fürstentums Liechtenstein einerseits sowie Kanton St. Gallen und Gemeinden der Region Werdenberg anderseits - neuartig, aber spannend und wichtig. Konkret soll das Zukunftsbild aufzeigen, wie sich die Region in einigen Jahren in Bezug auf Siedlung und Verkehr präsentieren könnte, wenn geeignete Massnahmen ergriffen werden. Das Zukunftsbild ist eine der zentralen Grundlagen des Agglomerationsprogramms und muss von allen Partnern getragen werden.

    FL.A.CH und Doppelspur als wichtige Treiber

    Als wichtiger Baustein wird dabei der Ausbau der Bahnverbindungen zwischen Feldkirch und Buchs sowie zwischen Buchs und Sargans definiert. Denn die Bahn vom übergeordneten Knotenpunkt Feldkirch über Buchs zum kantonalen öV-Knoten Sargans stellt ein zentrales Element für die Erreichbarkeit und damit für die zukünftige Entwicklung der Agglomeration dar. Aufbauend auf der Bahnlinie FL.A.CH und dem Ausbau der Rheintallinie soll gemäss Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein die weitere Erschliessung der Region durch den öffentlichen Verkehr mittels Busanbindungen erfolgen. Die optimierte öV-Erschliessung, entlang derer sich Gebiete mit hoher Wohn- und Arbeitsqualität entwickelt können, wird für die Agglomeration als zentral eingestuft. Mit dem Grundsatz "1. vermeiden, 2. verlagern, 3. verträglich gestalten" soll sichergestellt werden, dass der motorisierte Individualverkehr auch zukünftig nicht kollabiert.

    Um den zunehmenden Güter- und Personenverkehr, welcher auf dem einspurigen Abschnitt zwischen Buchs und Weite abgewickelt wird, auch weiterhin sicherzustellen, unterstützen die Vereinsmitglieder die derzeit laufende Unterschriftensammlung für eine Petition, mit der der Bundesrat und die eidgenössischen Räte eingeladen werden sollen, den Doppelspur-Ausbau im Rahmen der Infrastrukturmassnahmen Bahn 2030 in höherer Dringlichkeit einzustufen. Weiters erachten die Agglomerations-Mitgliedsgemeinden auch die Realisierung der geplanten zweiten IC-Verbindung zwischen Zürich und Chur als notwendig und fordern einen zwingenden halbstündlichen Halt in Sargans.

    Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein

    Der Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein wurde Ende November 2009 durch die Regierungen des Kantons St. Gallen und des Fürstentums Liechtenstein sowie die Werdenberger und Liechtensteiner Gemeinden gegründet. Das Agglomerationsprogramm Werdenberg-Liechtenstein zielt darauf, die Gesamtregion effizienter, konkurrenzfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Der Perimeter des Programms umfasst die Region Werdenberg, das Fürstentum Liechtenstein sowie die Gemeinde Sargans.

Kontakt:
Daniel Gut, Präsident Verein Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein
T +41 81 755 75 10

Remo Looser, Vize-Präsident Verein Agglomeration
Werdenberg-Liechtenstein
T +423 236 64 71



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