Fürstentum Liechtenstein

pafl: Selbsthilfe in Liechtenstein

Vaduz (ots) - Hunderte von Menschen nahmen bereits an Gesprächsrunden der Selbsthilfegruppen in Liechtenstein teil. Auch heutzutage ist dieses Angebot sehr aktuell und rückt aus dem Schatten heraus ans Licht. Ein Aktionstag bringt das Thema noch stärker in den Fokus. Auf Wunsch der Selbsthilfegruppen Liechtensteins, die sich der Öffentlichkeit präsentieren möchten, hat die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen des Amtes für Soziale Dienste im Rahmen der Regierungskampagne "bewussterleben" in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Gesundheit ein interessantes Paket geschnürt. Am Dienstag, 20. Oktober um 17:00 Uhr findet im Vaduzer-Saal erstmals eine Veranstaltung rund um das Thema Selbsthilfe in Liechtenstein statt. Früher - heute Es ist noch gar nicht lange her, dass man bei persönlichen Problemen und schwierigen Lebensumständen damit rechnen musste, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Es war nicht üblich, über Sorgen zu reden und Hilfe zu suchen. Über Alkoholprobleme wurde geschwiegen, Scheidungen und die daraus resultierenden Schwierigkeiten unter der Decke des Schweigens gehalten. Über Krankheiten oder Kindstod wurde nur hinter vorgehaltener Hand geflüstert. Es fehlte an Netzwerken, an Vertrauen, an Informationen und am Wissen, dass es für den Menschen lebensnotwendig ist, über schwierige Dinge reden zu dürfen. Die Selbsthilfegruppen haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dieser krankmachenden Verschwiegenheit ein Ende zu bereiten. Darüber reden Selbsthilfegruppen sind keine Therapiesitzungen, aber sie stellen eine wertvolle Ergänzung dar, welche gerne in Krisenzeiten und manchmal auch noch lange danach in Anspruch genommen werden können. Man trifft sich mit fremden Menschen und merkt sehr schnell, dass die anderen Teilnehmer die Problematik kennen. Der Austausch miteinander hilft: Das Spüren, nicht allein zu sein mit einer ungewohnten Lebenssituation; die Erfahrungen anderer anzuhören und davon zu profitieren; all das macht den Besuch von Selbsthilfegruppen so wertvoll und stärkt und vereint die Menschen. Programm Das Programm der Veranstaltung gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil wird anhand von Fachvorträgen ein Überblick über die Thematik gegeben. Sylvia Huber, Walter Kranz und Susanne Thomi-Marxer sprechen über verschiedene Aspekte der Selbsthilfe. Im zweiten Teil folgen Podiumsgespräche mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Selbsthilfegruppen, die über ihre Erfahrungen berichten. Dabei sind vertreten: Al-Anon Familiengruppe für Angehörige und Freunde von Alkoholikern; EA Emotions Anonymous Selbsthilfegruppe für seelische Gesundheit; Elterngruppe Schmetterling für Eltern, die ein Kind verloren haben; Gruppe für Diabetiker und deren Angehörige; Guillain-Barré Syndrom Selbsthilfegruppe; Trialog Gruppe für Psychiatrie- und Psychose-Erfahrene, Angehörige und Fachkräfte; Unanders Selbsthilfegruppe für Familien von Kindern mit Behinderung; Verein für Zöliakiebetroffene. Im dritten Teil der Veranstaltung können Infostände der verschiedenen Gruppen besucht und direkt Informationen ausgetauscht werden. Ein Apéro lädt zum Verweilen ein und natürlich auch zum Kennenlernen, sei es der Angebote oder der Personen, welche hinter diesen Gruppen stehen. Wann: Dienstag, 20. Oktober 2009 um 17:00 Uhr Wo: Vortragssaal und Foyer des Vaduzer-Saals Kosten/Anmeldung: kostenlos, ohne Anmeldung Kontakt: Amt für Soziale Dienste Susanne Thomi-Marxer, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen T +423 236 72 56 www.bewussterleben.li www.kose.llv.li

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