Fürstentum Liechtenstein

pafl: Liechtenstein leistet weiteren Nothilfebeitrag für Zimbabwe

    Vaduz (ots) - Vaduz, 11. Februar (pafl) - Die Regierung hat beschlossen, der Hilfsorganisation "SolidarMed" einen Betrag von 100'000 Franken für die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung in zwei Distrikten in Zimbabwe zur Verfügung zu stellen. Seit 1982 unterstützt SolidarMed die peripheren Distriktspitäler in Musiso und Silveira in Zimbabwe. In den letzten ca. 5 Jahren geriet das lokale Gesundheitswesen im Takt mit der immer akuter werdenden nationalen Wirtschaftskrise in eine zunehmende Versorgungsnotlage. Um die beiden Spitäler funktionstüchtig zu halten, engagierte sich SolidarMed daher zunehmend auch im Bereich "hospital support". Bereits im Verlauf des Jahres 2008 kam die Krise im Gesundheitswesen einer nationalen Katastrophe gleich. Die Spitäler auf dem Lande waren kaum mehr in der Lage, die notwendigen finanziellen Mittel zu erarbeiten, um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Das Fehlen von notwendigen Medikamenten und der Mangel an qualifiziertem medizinischem Personal zählten dabei zu den Hauptproblemen.

    In der Zwischenzeit hat diese Versorgungsnotlage - beschleunigt durch die in den letzten Monaten herrschende Cholera-Krise - noch drastischere Ausmasse angenommen. Das Gesundheitssystem Zimbabwes funktioniert praktisch nicht mehr und viele der staatlichen Spitäler mussten geschlossen werden. Damit die Funktionsfähigkeit der von SolidarMed unterstützten Spitäler in Musiso und Silveira auch im Jahr 2009 im bisherigen Umfang aufrecht erhalten werden kann, ist die Weiterführung des Nothilfeprogramms von SolidarMed weiterhin unabdingbar. Neben der Finanzierung von Medikamenten und medizinischem Verbrauchsmaterial ist unterdessen auch die Unterstützung des Spitalpersonals mit Nahrungsmitteln notwendig geworden.

    Mit diesem Nothilfebeitrag leistet Liechtenstein einen wesentlichen Teil der finanziellen Grundlage für die medizinische Grundversorgung von insgesamt ca. 350'000 Menschen in den zwei zimbabwischen Distrikten und setzt somit seine im Jahr 2008 begonnene Unterstützung der Aktivitäten von SolidarMed in Zimbabwe fort.

Kontakt:
Amt für Auswärtige Angelegenheiten
Dominik Marxer
Tel.: +423 236 60 63



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