Fürstentum Liechtenstein

pafl: Liechtenstein Contemporary in Berlin

Vaduz (ots) - Vaduz, 15. Dezember (pafl) - Nach Strassburg und Washington ist Berlin die dritte Station einer Reihe von Ausstellungen, die auf eine Initiative des ehemaligen Kulturbeirats der Liechtensteinischen Regierung und der heutigen Kulturstiftung Liechtenstein zurückgeht, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit eines kunstinteressierten Publikums im Ausland auf die vielfältige und dynamische Kunstszene im Fürstentum Liechtenstein zu lenken. Der Schwerpunkt jeder Ausstellung liegt auf einzelnen künstlerischen Positionen, in Verbindung mit spezifischen Themenstellungen. Bespielt werden die Räumlichkeiten von Artnews Projects, einem der ältesten und somit etabliertesten Projekträume in Berlin-Mitte. In Zusammenarbeit mit internationalen Kulturinstitutionen, Sammlungen und Galerien konzentriert sich die Ausstellungstätigkeit von Artnews Projects fast ausschliesslich auf experimentelle Kunst. Die Erarbeitung eines Ausstellungskonzepts erfolgte durch Gabriele Braun, Kuratorin der Ausstellungsreihe Liechtenstein Contemporary und Vlado Velkov, Leiter von Artnews Projects. Ausgewählt wurden Arbeiten von Arno Oehri und Martin Walch. Die beiden Installationen von Martin Walch und Arno Oehris Videoarbeit ergänzen sich optimal. Aufgrund ihrer formalen, raumgliedernden Präsenz passen die beiden Arbeiten von Martin Walch gut zu der vor allem inhaltlich dominanten Arbeit Oehris. Zahlreiche Galerien in der Strasse und Nachbarstrassen werden am 9. Januar ebenfalls eröffnen. Es ist daher bereits am ersten Abend mit einem grossen Publikumsandrang zu rechnen. Naturwissenschaften, Philosophie, Literatur oder Religionstheorien bieten Arno Oehri (Geb. 1962) die Grundlage für eine geistige Auseinandersetzung mit Grenzbereichen des Bewusstseins, aus der sich eine der Intuition folgende malerische und oftmals gleichzeitig multimediale Umsetzung in Form von Performances oder Videoinstallationen ergibt. Oehris aktuellste Videoarbeit "DROP_ZONE_CWF" gründet auf dem Spannungsverhältnis zwischen den neuesten Erkenntnissen der Hirn- und Bewusstseinsforschung und der individuellen Reise ins Innere, in die Randzonen der Wahrnehmung, und handelt von der Ruhelosigkeit des Menschen auf der Suche nach Orientierung zwischen rationaler Anschauung und eigenen Sehnsüchten. Der Text zum Ausstellungskatalog wurde von Hirnforscher Felix Hasler verfasst. Das Hinterfragen von Auswirkungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auf unsere innere Befindlichkeit und umgekehrt steht im Zentrum der Arbeit von Martin Walch (Geb. 1960). Installationen wie Kalte Augen und Mandala fordern heraus, auf das Spannungsverhältnis zwischen individueller Wahrnehmung und kollektivem Erlebnis in alltäglichen Ordnungsstrukturen einzugehen. Während die Installation Kalte Augen dank optischer Linsen einen Blick auf das Dahinter und somit auf eine äussere Wirklichkeit ermöglicht, fühlt man sich beim näheren Betrachten von Mandala im ersten Moment ausgegrenzt und nimmt das in Faltkartonschachteln eingeschnittene Ornament als distanzierendes Gitter wahr. Die Perforation der Kartonwände legt jedoch letztlich eine andere Bewusstseinsebene offen und ermutigt zur Überwindung innerer Grenzen. Verfasser des Katalogtextes ist der Lyriker und Prosaist Michael Donhauser. Die Vernissage findet am 9. Januar 2009 im Ausstellungsraum Artnews Projects, Brunnenstrasse 190, D-10119 Berlin, www.artnews.org, statt. Die Ausstellung dauert vom 10. Januar bis 14. Februar 2009. Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung. Dieser kann bei Bücherwurm-Buchhandlung Vaduz, Buchhandlung GMG Schaan, Kunstraum Engländerbau Vaduz und Kunstmuseum Liechtenstein erworben werden. Kontakt: Stabsstelle für Kulturfragen Thomas Büchel, Stabsstellenleiter Tel.: +423 236 60 80

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