Fürstentum Liechtenstein

pafl: Regierung fördert Einsatz von Recyclingbaustoffen

Vaduz (ots) - Vaduz, 24. Juni (pafl) - Die Regierung will den Einsatz von Recyclingbaustoffen fördern. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern verschiedener Interessensgruppen soll bis Ende November 2008 ein Umsetzungskonzept vorlegen. In Liechtenstein fallen aus Gebäudeabbrüchen jährlich 20'000 m3 Beton- und Mischabbruch an. Zudem werden im Strassenbau grössere Mengen an Asphalt ausgebaut. Diese Abfälle können wieder verwertet werden, wenn sie in dafür vorgesehenen Recyclinganlagen zu neuen, hochwertigen Baustoffen aufbereitet werden. Das Recycling schont den beschränkt verfügbaren Deponieraum und die natürlichen Ressourcen wie Kies. Zudem können Eingriffe in die Landschaft vermieden werden. Die Qualität der Recyclingbaustoffe hat heute ein hohes Niveau erreicht. Für den Bauherrn ist ein hochwertiges Produkt verfügbar, dennoch ist die Nachfrage gering. Gründe dafür sind insbesondere Bedenken wegen der Materialqualität sowie eine zu geringe Preisdifferenz zum Primärmaterial. Um den Stoffkreislauf zu schliessen, ist es aber wichtig, die mit grossem Aufwand hergestellten Recyclingbaustoffe auch einzusetzen. Der vermehrte Einsatz in Bauten der öffentlichen Hand kann zu einer erhöhten Nachfrage beitragen. So schreibt das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich vor, möglichst alle städtischen Neubauten mit diesen fortschrittlichen Recyclingbaustoffen zu erstellen. Bestellung einer Arbeitsgruppe Recyclingbaustoffe Erste Abklärungen zwischen den betroffenen Ämtern und Berufsverbänden ergaben, dass alle Betroffenen den vermehrten Einsatz von Recyclingbaustoffen als wichtig erachten. Ein gemeinsam erarbeitetes Umsetzungskonzept für die öffentliche Hand ermöglicht diesbezüglich einen wesentlichen Fortschritt. Zur Erarbeitung eines solchen Konzeptes setzte die Regierung nun eine Arbeitsgruppe mit Beteiligten aus allen betroffenen Kreisen ein. Damit ist das Projekt von Beginn an breit abgestützt und es wird eine rasche Umsetzung in der Praxis gewährleistet. Kontakt: Amt für Umweltschutz Sven Bürzle Tel.: +423 236 61 87

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