Fürstentum Liechtenstein

pafl: Wie steht es um Ihr soziales Netz?

    Vaduz (ots) - Wissenschaftliche Untersuchung zum Zusammenleben in Liechtenstein

    Vaduz, 20. Juni (pafl) - Zurzeit führt die Regierung eine landesweite Erhebung durch, bei der es um menschliche Beziehungen aller Art geht. Untersuchungen rund um den Globus haben gezeigt, dass diese Beziehungen ausschlaggebend sind für das Wohlbefinden des Einzelnen und für die positive Entwicklung ganzer Gemeinwesen.

    Wie viele Menschen stehen Ihnen in Krisen mit Rat und Hilfe zur Seite? Wie gross ist der Kreis jener Menschen, mit denen Sie öfter etwas unternehmen? Gibt es grössere Gemeinschaften, denen Sie sich persönlich eng verbunden fühlen? Mitte Mai wurden an rund 29'000 Personen in Liechtenstein Fragebögen mit solchen und ähnlichen Fragen verschickt.

    Es soll herausgefunden werden, wie viel soziales Kapital die Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner haben. Soziales Kapital entsteht zum Beispiel durch die Mitgliedschaft in einem Verein, durch ehrenamtliches Engagement, durch die Pflege von Freundschaften, Bekanntschaften und Nachbarschaften.

    Das Ziel ist die Stärkung der Gemeinschaft

    Liechtenstein steht mit dieser Studie nicht allein. Sie wurde beispielsweise auch in den Städten Dornbirn und Bregenz durchgeführt und ist Teil einer internationalen Studie der OECD, an der sich 21 Nationen aktiv beteiligen. Das Schwinden des sozialen Zusammenhalts ist ein Phänomen, das nahezu weltweit beobachtet werden kann. Daher sollen die Ergebnisse der Befragung als Basis zur Planung von Aktionen und Massnahmen dienen, deren Ziel es ist, zur Stärkung der Gemeinschaften beizutragen.

    In Liechtenstein sind deshalb alle Einwohnerinnen und Einwohner ab dem 15. Altersjahr eingeladen, den Fragebogen auszufüllen und noch bis zum 30. Juni an die Regierung zurückzuschicken. Der Fragebogen kann auch direkt am Computer ausgefüllt und danach ausgedruckt werden. In den ersten vier Wochen seit dem Start der Befragung haben bereits über 4'000 Personen an der Studie teilgenommen. Die Regierung bedankt sich an dieser Stelle sehr herzlich für dieses wichtige bürgerschaftliche Engagement.

Kontakt:
Ressort Soziales
Cornelia Marxer-Broder
Tel.: +423 236 61 79



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