Fürstentum Liechtenstein

pafl: Aussenminister der Färöer-Inseln zu Besuch in Liechtenstein

    Vaduz (ots) - Vaduz, 16. Mai (pafl) - Der Aussenminister der Färöer-Inseln, Hogno Hoydal, weilte am 15. und 16. Mai zu einem Arbeitsbesuch bei Regierungsrätin Rita Kieber-Beck in Liechtenstein.

    Neben dem Arbeitsgespräch mit Regierungsrätin Kieber umfasste das Programm auch einen Empfang durch Erbrpinz Alois auf Schloss Vaduz, die Besichtigung des neuen Landtagsgebäudes, der Besuch der Ausstellung "Malewitsch und sein Einfluss" im Kunstmuseum Liechtenstein sowie einen Ausflug in die liechtensteinische Alpenwelt.

    Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs stand der Wunsch der Färöer-Inseln, die EFTA-Mitgliedschaft zu beantragen. Beweggründe für das Interesse an einer EFTA-Mitgliedschaft sind u.a. der Wunsch auf eine stärkere Integration in Europa und einen Entwicklungsschub für die Wirtschaft und deren Diversifikation. Gemäss der Vaduzer (EFTA) Konvention setzt die EFTA-Mitgliedschaft jedoch die Eigenstaatlichkeit voraus. Einer Vollmitgliedschaft der Färöer-Inseln stehen also gewisse Hindernisse entgegen. Eine Voraussetzung wäre auch das Einverständnis sämtlicher EFTA-Mitgliedstaaten. Wie Aussenministerin Kieber ihrem färöischen Kollegen erklärte, könnte sich Liechtenstein vorstellen, dass im Rahmen des bestehenden rechtlichen und institutionellen Kontexts Möglichkeiten einer vertieften Kooperation geprüft werden. Obwohl die Färöer-Inseln ein grosses Mass an Unabhängigkeit haben, die sich durch eine umfassende Autonomie in internen Angelegenheiten auszeichnet, sind sie wie Grönland ein Teil des dänischen Königreichs. In den Aussenbeziehungen ist die Autonomie deshalb eingeschränkt.

    Die Wirtschaft der Färöer-Inseln ist sehr stark auf den Fischfang und die Fisch verarbeitende Industrie konzentriert. In den letzten Jahren hat eine gewisse Diversifikation stattgefunden, die speziell im Dienstleistungsbereich stärker zunimmt. Grosse Hoffnungen setzen die Färöer-Inseln auch auf die aktive Suche nach Erdöl. Probebohrungen sollen Erfolg versprechende Resultate geliefert haben. Die Inselgruppe besteht aus 18 Inseln, die mit einer Ausnahme alle permanent bewohnt sind. Die Färöer-Inseln haben ungefähr 50'000 Einwohner.

Kontakt:
Ressort Äusseres
Kerstin Appel-Huston, Mitarbeiterin der Regierung
Tel.: +423 236 60 24



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