Fürstentum Liechtenstein

pafl: Burg Gutenberg - Sanierung der Burgkappelle und angrenzender Bauten sowie des Burghofs

    Vaduz (ots) - Vaduz, 11. April (pafl) - Mit der aktuell vom Ressort Bauwesen initiierten und geplanten Sanierung der Burgkapelle und den dazugehörenden Nebenbauten wird die Aussenrenovation der Burganlage bis Ende 2009 abgeschlossen und ein weiterer interessanter Teil der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    In ihrer langjährigen Entwicklungsgeschichte hat die Burg Gutenberg wiederholt bauliche Eingriffe in Form von Zu- und Umbauten, Zerstörungen und Wiederaufbauarbeiten erfahren. Ab Mitte der 1980er Jahre lag der Schwerpunkt baulicher Aktivitäten in der denkmalgerechten Erhaltung der Gebäudehülle. Dachflächen wurden saniert, Fassadenputze restauriert oder zum Teil neu verputzt, haustechnische Anlagen in kleinem Stil eingebaut und erweitert und einzelne Räume für Sondernutzungen bereitgestellt.

    Obwohl mit einem Kostenaufwand von rund 4.5 Mio. Franken bereits ein grosser Beitrag zum substanziellen Erhalt der Burganlage geleistet worden ist, sind die Sanierung der Kapelle mit den daran angrenzenden Nachbarbauten, die Renovation der Burginnenräume sowie die Verbesserung der Zugänge zur Burganlage noch ausstehend. Auch gibt es keinen regulären Nutzungsbetrieb auf der Burg, der eine vermehrte Öffnung der Burganlage erlaubt. Heute bilden Veranstaltungen in den Sommermonaten im Innenhof der Burg einen ersten Schritt in Richtung vermehrter Öffnung der Burganlage.

    In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und der Gemeinde Balzers hat eine interne Arbeitsgruppe der Regierung eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, in der verschiedene Stufen und Möglichkeiten der Sanierung und des Teilausbaus der Burganlage dargestellt sind. Aufgrund dieser Ergebnisse hat die Regierung die Fortführung der baulichen Sanierung und den Teilausbau der Burgkapelle samt der daran angrenzenden Bauten, die Sanierung des Burghofs und die Verbesserung der bestehenden Gehbeläge zur Burg beschlossen. Die Kostenaufwendungen hierfür werden mit 4 Mio. Franken beziffert. Der Beginn dieser von der Regierung beschlossenen Sanierungsetappe ist für Juni 2008 vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis zum Ende des kommenden Jahrs abgeschlossen sein.

    Um die historische Bausubstanz der Burganlage durch technische Einbauten nicht zu gefährden, bleibt die künftige Nutzung der Burganlage auf die Sommermonate beschränkt. Attraktives Kernstück der Burg bildet neben dem Burghof und der Burgkapelle der Innenraumbereich der Hauptburg. Kunstvoll eingerichtete Stuben und Säle sollen restauriert und in näherer Zukunft der Öffentlichkeit ebenfalls zugänglich gemacht werden.

    Die Denkmalpflege befasst sich im Augenblick mit der Dokumentation der Ausstattung und Ausgestaltung der Innenräume. In weiterer Folge wird ein Renovationskonzept erarbeitet, welches neben den zu setzenden baulichen Massnahmen auch verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Räume darlegen soll. Durch das gewählte Vorgehen werden die Renovation und der Teilausbau der Burganlage schrittweise im Rahmen eines Gesamtkonzepts umgesetzt. Das primäre Ziel, nämlich die vermehrte Öffnung der Burganlage unter gleichzeitiger Schonung der historischen Bausubstanz, wird damit bestmöglich erreicht.

Kontakt:
Ressort Bauwesen
Norman Hoop, Mitarbeiter der Regierung
Tel.: +423 236 60 20



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