Fürstentum Liechtenstein

pafl: Gesunde Füsse brauchen passende Schuhe

    Vaduz (ots) - Vaduz, 7. März (pafl) - Der Frühling nähert sich in grossen Schritten. Höchste Zeit, sich um die kleinen Füsse zu kümmern. Die dicken Winterstiefel haben bald ausgedient und werden gegen neue, luftige Schühchen ausgetauscht. Kinderfüsse und Kinderschuhe sollten regelmässig gemessen werden.

    Regelmässig messen

    Studien zeigen immer wieder, dass Eltern über die gesundheitlichen Folgen von nicht passenden Schuhen kaum informiert sind. Helen Näff vom Amt für Gesundheit: "Die Eltern kennen meistens keine effizienten Methoden, um die tatsächliche Passform von Schuhen und Füssen zu überprüfen." Auswertungen von Fragebögen in Liechtensteiner Kindergärten machen deutlich, dass sich Eltern zwar regelmässig darum bemühen, die Passform der Kinderschuhe zu messen. Sie wissen jedoch kaum, mit welchen Methoden dies verlässlich durchgeführt werden kann. Die Daumenprobe ist dabei das gebräuchlichste, jedoch leider ein wenig zuverlässiges Messinstrument. "Da sich ein Fuss durch die Bewegung beim Gehen ausdehnt, benötigt er mehr Platz als die eigentliche Fusslänge. Man geht von einem Wert von plus 12 mm aus, damit ein Fuss sich ungehindert bewegen kann", so Helen Näff.

    Nicht drin was darauf steht

    Erschwerend für die Eltern kommt hinzu, dass nur gerade rund vier Prozent aller Schuhe die korrekte Grössenbezeichnung tragen. Also ist demzufolge bei 96 Prozent der Schuhe und Hausschuhe nicht wirklich drin, was drauf ist. Dies bedeutet, dass Eltern Schuhe nicht einfach nach der Grösse kaufen können. Es müssen die Füsse gemessen werden, dann muss zu der Fusslänge 12 mm dazu gegeben werden, um das korrekte Mass, das ein Fuss in der Bewegung braucht, zu erhalten. Weiters muss der Schuhinnenraum gemessen werden, um festzustellen, ob der Schuh oder Finken wirklich die richtige Passform für das Kind hat. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Kinder Schuhe und Finken tragen, die wirklich passen, und dass die Kinder keine gesundheitlichen Schäden davontragen.

    Initiative Kinderfüsse an den Kindergärten

    Um Füsse und Schuhinnenräume richtig zu messen, stellt das Amt für Gesundheit den Kindergärten in Liechtenstein laufend einfache Messgeräte zur Verfügung. Je jünger Kinder sind, um so öfter sollten die Füsse und Schuhe nachgemessen werden, da die Füsse pro Monat durchschnittlich einen Millimeter wachsen. Gerade Hausschuhe dürfen dabei nicht vergessen werden. Getragene, gute Schuhe dürfen weitergegeben werden, aber: sie müssen passen. Das heisst auch hier wieder: messen und regelmässig überprüfen. Helen Näff zur laufenden Initiative Kinderfüsse an den Kindergärten: "Wir sind von dieser Aktion überzeugt. Gesunde Füsse brauchen passende Schuhe."

    Drei Frühlings-Tipps, damit Kinderschuhe passen!

    Passende Kinderschuhe sind mindestens 12 mm (durchschnittliche Breite der Kleinfingerspitze eines Erwachsenen) und maximal 17 mm (durchschnittliche Breite der Daumenspitze eines Erwachsenen) länger als die Füsse.

    1. Im Schuhgeschäft: In den meisten Schuhgeschäften wird bislang nur die Länge der Kinderfüsse gemessen. Da die Schuhgrössen aber selten korrekt sind, genügt das nicht. Kunden sollten deshalb darauf bestehen, dass die Füsse und die Innenlänge der Schuhe gemessen werden.

    2. Papp-Schablone: Fussumriss auf einen Karton zeichnen und an der längsten Zehe mindestens 12 mm (für neue Schuhe 17 mm - dann passen die Schuhe ca. 5 Monate) hinzufügen. Schablone ausschneiden (zwei Finger breiter Streifen). Passt der Streifen in den Schuh, dann ist der Schuh lang genug.

    3. Einlagesohle: Falls die Einlagesohle des Kinderschuhes herausnehmbar ist: Kind draufstellen und bei der längsten Zehe einen Strich mit Kuli machen. Von der Markierung bis zur Spitze der Einlagesohle muss mindestens ein Spielraum von 12 mm sein. Untersuchungen zeigen, dass Einlagesohlen häufig nicht dieselbe Länge wie die Schuhe haben. Deshalb: Bevor die Einlagesohle aus dem Schuh genommen wird, sollte überprüft werden, ob sie sich hin und her schieben lässt (Einlagesohle zu kurz) oder ob sie sich in der Schuhspitze aufrollt (Einlagesohle zu lang).

    Informationen sind unter www.bewussterleben.li abrufbar.

Kontakt:
Amt für Gesundheit
Helen Näff
Tel.: +423 236 73 33



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