Fürstentum Liechtenstein

pafl: FIU-Jahresbericht 2007

Vaduz (ots) - Liechtensteiner Stabstelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei zieht Bilanz eines erfolgreichen Jahres: Deutlicher Anstieg bearbeiteter Fälle und Ausbau der internationalen Zusammenarbeit Vaduz, 5. März (pafl) - Die Stabsstelle FIU, die Meldestelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei, der Organisierten Kriminalität und der Finanzierung des Terrorismus in Liechtenstein, stellte heute ihren Jahresbericht vor. Insbesondere die nachhaltige Verankerung präventiver Massnahmen zur Abwehr von Straftaten hat Wirkung gezeigt. Die Zusammenarbeit und Vernetzung mit internationalen Organisationen wird zunehmend enger und schlagkräftiger. Verstärkte Überwachungsmassnahmen Im Jahr 2007 wurden insgesamt 205 Verdachtsmitteilungen gemäss Sorgfaltspflichtgesetz erstattet. Das waren 52 Fälle mehr als im Vorjahr und somit eine Zunahme von über 25 Prozent im Sorgfaltspflichtbereich. Die Zunahme von Verdachtsmitteilungen ist unter anderem auf die verstärkte Überwachung laufender Geschäftsbeziehungen in bestimmten Bereichen zurückzuführen. Funktionierendes Meldesystem Fast 95 Prozent der Verdachtsmitteilungen im vergangenen Jahr wurden durch Banken und Treuhänder ausgelöst. Zwölf von fünfzehn der in Liechtenstein operativ tätigen Banken haben 2007 eine oder mehrere Verdachtsmitteilungen erstattet. Weit über die Hälfte aller Mitteilungen (131 Mitteilungen) kam nach internen Erhebungen der Finanzintermediäre in Gang. In 47 Fällen waren Rechtshilfeersuchen, in weiteren 27 Fällen das Vorliegen eines eigenständigen Inlandverfahrens Grund für die Meldung. "Die Entwicklung der letzten zwei Jahre bei den internen Erhebungen zeigt, dass die Umsetzung des Abwehrdispositivs erfolgreich war", so René Brülhart, Leiter der FIU, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2007. "Insbesondere die im Rahmen der Überwachung der laufenden Kundenbeziehungen getroffenen Massnahmen haben sich positiv ausgewirkt", so Brülhart weiter. Die Anzahl der Verdachtsmitteilungen und die wiederholt hohe Zahl an Evaluationsgesprächen ist ein Zeichen für eine robuste Umsetzung der Missbrauchsbekämpfung als Fundament für deren qualitative Vertiefung", meinte René Brülhart. Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung Insbesondere im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und Vernetzung hat die Stabsstelle FIU ihre Arbeiten im Jahr 2007 weiter intensiviert. Nebst der Wahrnehmung von verschiedenen Expertentätigkeiten durch ihre Leitung für verschiedene internationale Organisationen hat die Stabsstelle FIU im Frühjahr 2007 erstmals in Vaduz ein Arbeitstreffen der Egmont Group, des weltweiten Zusammenschlusses der nationalen Geldwäschemeldestellen, durchgeführt. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben sich rund 120 Teilnehmer aus ca. 50 Ländern in verschiedenen Arbeitsgruppen mit der Umsetzung und Weiterentwicklung des Informationsaustausches zwischen Financial Intelligence Units auseinandergesetzt. Zudem unterstützte die Stabsstelle FIU aktiv Indien beim Aufbau einer Financial Intelligence Unit sowie deren Beitritt in die Egmont Group, welcher im Sommer 2007 erfolgreich stattgefunden hat. Diese durch die Stabsstelle FIU wahrgenommenen Tätigkeiten sind ein aktiver Beitrag Liechtensteins im Rahmen der weltweiten Bemühungen in der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung. Der vollständige Jahresbericht der FIU kann im Internet unter der Adresse www.llv.li/llv-sfiu-home.htm ab 12.00 Uhr abgerufen werden. Kontakt: René Brülhart Leiter FIU Tel.: +423 236 61 21

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