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Fürstentum Liechtenstein

pafl: Sturzprophylaxe - Ein Thema im Alter

    Vaduz (ots) - Vaduz, 24. Januar (pafl) - "Wir möchten mit dem neuen Konzept 'Zu Hause leben - sicher und selbständig' Stürze von Senioren verhindern und das Sturzrisiko bei älteren Menschen senken." Die Regierungsräte Hugo Quaderer und Martin Meyer betonten bei der Präsentation der neuen Präventivaktion die Wichtigkeit der Sturzprophylaxe.

    Stürze sind eine der häufigsten Ursachen, die zu Pflegebedürftigkeit bei älteren Menschen führen. "Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Hälfte aller über 70-Jährigen bereits einmal oder mehrmals gestürzt ist", so Hugo Quaderer.

    Die Folgen der Stürze sind oft schmerzhafte Blutergüsse und Prellungen. Von allen Stürzen hat jeder 7. Sturz ernsthaftere Verletzungen zur Folge. Regierungsrat Martin Meyer: "Neben körperlichen Verletzungen ist für den ältere Menschen mit dem Sturz oft auch ein seelisches Trauma verbunden, das zusätzliche Verunsicherung und Hilflosigkeitsgefühle auslöst."

    Sicher im Alter

    Die Regierung misst dem Thema Sturzprophylaxe bei älteren Menschen eine grosse Bedeutung zu. Zusammen mit der Fachgruppe "Senioren für Senioren" (SenSen) des Seniorenbunds und dem Amt für Gesundheit wird ein eigenes Pilotprojekt durchgeführt. Im Mittelpunkt steht dabei die Verhinderung von Stürzen und die Senkung des Sturzrisikos. Regierungsrat Hugo Quaderer zur angesprochenen Zielgruppe: "Wir möchten Senioren erreichen, die über 70 Jahre alt sind, zu Hause wohnen und bei denen bereits gesundheitliche Probleme bestehen."

    Praktische Hilfe

    Die Umsetzung des Gemeinschaftsprojektes "Zu Hause leben - sicher und selbständig" erfolgt praxisbezogen. Auf Anfrage führt die Gruppe SenSen Hausbesuche durch. Mit einem eigenen Fragebogen werden die wichtigsten Umgebungsfaktoren (wie z.B. Türschwellen, Fussböden, Treppenhandläufe usw.) erfasst. "Falls gewünscht, kann anschliessend eine Hilfsmittel- sowie Wohnberatung oder ein Kraft- und Gleichgewichtstraining in Anspruch genommen werden", so Regierungsrat Martin Meyer zu den praktischen Vorteilen für die teilnehmenden Senioren.

    Überführung in die Informations- und Beratungsstelle Alter

    Nach Abschluss der Pilotphase wird die Beratung im Bereich der Sturzprophylaxe vom Amt für Gesundheit ins Angebot der Informations- und Beratungsstelle Alter (IBA) überführt. Die Informations- und Beratungsstelle Alter wird beim Seniorenbund eingerichtet werden und ist wichtiger Bestandteil einer zukunftsgerichteten Seniorenpolitik, welche ein gleich gewichtetes Angebot des präventiven, ambulanten und stationären Bereichs vorsieht. Regierungsrat Hugo Quaderer: "Mit der Einrichtung der IBA beim Seniorenbund soll die Eigenständigkeit und Eigenverantwortung der älteren Generation unterstützt und damit der präventive Bereich gestärkt werden. Die Arbeiten zu Einrichtung dieser Stelle sind derzeit im Gange und sollten noch im ersten Halbjahr 2008 abgeschlossen werden."

Kontakt:
Amt für Gesundheit
Peter Gstöhl, Leiter
Tel.: +423 236 73 35



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