Fürstentum Liechtenstein

pafl: Unterstützung für Hilfsprogramme des IKRK

Vaduz (ots) - Vaduz, 19. Dezember (pafl) - Die Regierung hat beschlossen, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) insgesamt 320'000 Franken zur Verfügung zu stellen. Je 50'000 Franken gehen an Hilfsprogramme in Uganda, Kolumbien und Israel/Palästina. Ein weiterer Beitrag von 100'000 Franken wird dem IKRK nicht-zweckgebunden übergeben. Ausserdem soll die Hilfe für Minenopfer des IKRK mit 70'000 Franken unterstützt werden. Das IKRK ist die grösste Partnerorganisation Liechtensteins in der Nothilfe. Die Regierung versucht bei der Auswahl der zu unterstützenden Länder vornehmlich jene zu berücksichtigen, die zu den "vergessenen Konflikten" gehören und/oder eine grosse Unterfinanzierung aufweisen. Kolumbien und Uganda gehören zu den Ländern, die in den Medien wenig präsent sind, wo die Hilfsorganisationen daher Schwierigkeiten haben, die nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Zwar hat sich die Lage in beiden Ländern etwas entspannt, aber die grosse Anzahl von intern Vertriebenen zeigt, dass humanitäre Hilfe nach wie vor sehr wichtig ist. Während das IKRK den Menschen in Uganda dabei hilft, wieder in den Alltag zurückzufinden (z.B. mit der Ausstattung von Flüchtlingshaushalten mit Mitteln zur landwirtschaftlichen Produktion), sind in Kolumbien die Versorgung mit Lebensmitteln und die medizinische Hilfe weiterhin zentral geregelt. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina gehört zwar nicht zu den "vergessenen Konflikten", die betroffene Bevölkerung ist aber durch die Verschlechterung der Situation in der Region vermehrt auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das IKRK sieht den Kernpunkt seiner Arbeit darin, dafür zu sorgen, dass das humanitäre Völkerrecht auch unter israelischer Besatzung eingehalten wird. Ein zusätzlicher Beitrag von 100'000 Franken wird dem IKRK nicht-zweckgebunden zugesprochen. Indem der Betrag nicht an ein spezifisches Programm gebunden wird, kann das IKRK ihn dort einsetzen, wo der Bedarf am grössten ist. Ausserdem leistet Liechtenstein einen Beitrag von 70'000 Franken für die Aktivitäten des IKRK für Minenopfer. Dieser Beitrag ist im Zusammenhang mit der Ottawa-Konvention (Internationales Übereinkommen über das Verbot von Antipersonen-Minen von 1997) zu sehen, über welche sich Liechtenstein verpflichtet hat, die internationalen Bemühungen zur Minenräumung und Minenopferhilfe finanziell zu unterstützen. Kontakt: Amt für Auswärtige Angelegenheiten Andrea Hoch Telefon +423 236 60 62

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