Fürstentum Liechtenstein

pafl: Treffen einer EFTA-Indien-Studiengruppe in Liechtenstein

    Vaduz (ots) - Hoffnung auf baldige Aufnahme von Freihandelsverhandlungen mit Indien

    Vaduz, 9. Oktober (pafl) - Die MinisterInnen der EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) und der indische Handels- und Wirtschaftsminister Kamal Nath hatten am 1. Dezember 2006 die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zu einem möglichen Freihandelsabkommen EFTA-Indien beschlossen. Seit Anfang dieses Jahres hat sich eine Studiengruppe zweimal in Indien und einmal in Genf getroffen. Diese Woche tagt diese Studiengruppe während drei Tagen in Vaduz. Anlässlich dieser Sitzung sollte die   Machbarkeitsstudie möglichst weitgehend abgeschlossen werden. Die EFTA-Staaten hoffen, dass aufgrund der Schlussfolgerungen der Studie noch in diesem Jahr die Aufnahme von Freihandelsverhandlungen mit Indien beschlossen wird.

    Anhand einer umfassenden Ist-Zustandsanalyse wird die Studie Liberalisierungs- und Zusammenarbeitsmöglichkeiten in den Bereichen Güter- und Dienstleistungshandel, Investitionen, Schutz des Geistigen Eigentums, öffentliches Beschaffungswesen etc. aufzeigen. Aufgrund der bisher getätigten Arbeiten erwartet Liechtenstein, dass die Studiengruppe den betroffenen Regierungen die Aufnahme vorn Freihandelsverhandlungen empfehlen wird. Angesichts der immer noch relativ hohen Importzölle für Industriegüter in Indien ist ein Freihandelsabkommen für die liechtensteinische Exportindustrie mit dieser aufstrebenden und grossen Volkswirtschaft sehr begrüssenswert.

    Regierungsrätin Rita Kieber-Beck traf die Studiengruppe am vergangenen Montag zu einem Abendessen. Sie begründete in ihrer Ansprache das Interesse Liechtensteins an vertieften wirtschaftlichen Beziehungen mit Indien.

    Die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) hat weltweit das grösste Netzwerk von Freihandelsabkommen. Bislang haben die EFTA-Staaten 15 Freihandelsabkommen abgeschlossen. Die EFTA-MinsiterInnen räumen den aufstrebenden aussereuropäischen Schlüsselmärkten, vor allem in Asien, höchste Priorität ein. In Asien haben die EFTA-Staaten mit Singapur und Südkorea bereits Freihandelsabkommen abgeschlossen. Zusätzlich zu Indien sind Gespräche über Freihandelsabkommen mit Thailand, Indonesien und Malaysia im Gange. Die Kontakte und Verhandlungen mit China und Japan laufen derzeit vor allem auf bilateraler Ebene.

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