Fürstentum Liechtenstein

pafl: Lagerung von Hofdüngern in der Landwirtschaft

      (ots) - Vaduz, 15. März (pafl) - Laut Gewässerschutzgesetz müssen
Landwirtschaftsbetriebe mit Nutztierhaltung über Lagereinrichtungen
für Hofdünger mit einer Kapazität von mindestens vier Monaten
verfügen. Unter Hofdünger versteht man Gülle, Mist und Silosäfte. In
der Vergangenheit haben ungenügende Hofdüngerlager bei langen
schneereichen Wintern zu Verstössen gegen das Verbot,  Gülle auf
Schnee auszutragen, geführt. Um die Rechtssicherheit im Vollzug zu
gewährleisten, hat die Regierung nun, nach Konsultierung der
Vereinigung bäuerlichen Organisationen(VBO), eine Verordnung über die
Lagerung von Hofdüngern in der Landwirtschaft verabschiedet.

    Die wesentlichsten Punkte der Verordnung

    Laut der von der Regierung verabschiedeten Verordnung müssen die Lagereinrichtungen für Gülle entsprechend dem Stand der Technik erstellt und betrieben werden. Neue Güllebehälter müssen mit einer baulichen Abdeckung versehen werden um die Ammoniakemissionen zu verringern. Subventioniert werden nur geschlossene Güllebehälter; wesentliche Umbauten werden wie Neubauten behandelt.

    Die erforderliche Lagerkapazität für Gülle ist abhängig von der Höhenlage der mehrheitlich landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen. Bei einem deutlichen Mangel an Lagerkapazität muss der Betriebsinhaber Massnahmen wie die bauliche Erweiterung der betriebseigenen Lageranlagen für Hofdünger oder als alternative Lösung eine vertraglich gesicherte Zumietung von Güllegruben und Mistlager treffen. Weitere mögliche Massnahmen sind, den effektiven Hofdünger- und Abwasseranfall zu reduzieren sowie als Letztes den Betreib still zu legen.

    Die Bestimmungen über die Lagerung von Mist bei Ställen sowie im freien Feld entsprechen den harmonisierten Festlegungen der Landwirtschafts- und Umweltschutzämter der Ostschweiz und des Fürstentums Liechtenstein. In den Wasserschutzgebieten im Talraum, welche sich im Wesentlichen im schmalen Steifen zwischen Rhein und Binnenkanal erstrecken, darf Mist nicht im freien Feld gelagert werden.

    Die Sanierungsfristen ergeben sich aus der Gewässergefährdung und werden im Einzelfall in einer Sanierungsverfügung des Amtes für Umweltschutz festgelegt. Undichte und funktionsuntüchtige Hofdüngerlager müssen sofort saniert werden, denn sie stellen eine Gewässergefährdung dar.

Pressekontakt:
Amt für Umweltschutz
Egon Hilbe
Tel.:  +423/236 61 91



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