Fürstentum Liechtenstein

pafl: Abänderung des Bankengesetzes in Vernehmlassung

      (ots) - Vaduz, 27. April (pafl) – Die Regierung hat einen
Vernehmlassungsbericht zur Änderung des Gesetzes über die Banken und
Finanzgesellschaften verabschiedet. Anlass für die Vorlage sind die
im Herbst 2005 vom EU-Parlament verabschiedeten Änderungen der
Bankenkoordinierungsrichtlinie (2000/12/EG) und der
Kapitaladäquanzrichtlinie (93/6/EWG). Diese beiden
Richtlinienänderungen regeln unter anderem die von Banken und
Finanzgesellschaften anzuwendenden Eigenmittel und
Risikoverteilungsvorschriften ("Basel II").

      Da es sich bei den Eigenmittel- und Risikoverteilungsvorschriften
um technische Ausführungsbestimmungen handelt, sollen diese, wie es
auch bis anhin der Fall war, in eine Verordnung zum Bankengesetz
übernommen werden. Im Bankengesetz soll wie bisher nur der Grundsatz
festgehalten werden.

    Aus diesem Grund sind im Bankengesetz nur kleinere Änderungen vorzunehmen: Begriffe (Artikel 3a), Eigenmittel (Artikel 4), Risikoverteilung (Artikel 8) und Konsolidierte Aufsicht (Artikel 41a und 41b).

    Bei dieser Gelegenheit soll auch Artikel 14a des Bankengesetzes geändert werden. Diese Anpassung wurde vom Liechtensteinischen Bankenverband angeregt und ist notwendig, um die Outsourcing- Bestimmungen im Anhang zur Bankenverordnung an die Regelung in der Schweiz anpassen zu können.

Kontakt:
Ressort Finanzen
Martin Frick
Tel.:  +423/236 60 09




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