Fürstentum Liechtenstein

pafl: Besteuerung von Investmentunternehmen

      (ots) - Vaduz, 15. Februar (pafl) – Die Regierung hat einen
Vernehmlassungsbericht zur Abänderung des Steuergesetzes im Bereich
der Besteuerung von Investmentunternehmen verabschiedet. Damit der
liechtensteinische Fondsplatz im Vergleich zu anderen Fondsplätzen
wettbewerbsfähig wird, schlägt die Regierung vor, die Kapitalsteuer
auf das verwaltete Vermögen von 1 beziehungsweise 0.4 Promille
aufzuheben. Da zudem die steuerliche Behandlung von Fondsleitungen
sowie Anlagegesellschaften sachlich nicht gerechtfertigt ist, soll
hier eine Gleichstellung erfolgen. Die Anlagegesellschaft soll mit
ihren Eigenmitteln und ihrem Ertrag der ordentlichen Kapital- und
Ertragsbesteuerung unterstellt und Ausschüttungen auf
"Gründeraktien" mit der Couponsteuer belastet werden.

    Heute werden Fondsleitungen samt Investmentunternehmen in Form des Anlagefonds einerseits und Investmentunternehmen in Form der Anlagegesellschaften andererseits, wie folgt besteuert:

    Die Fondsleitung unterliegt bezüglich ihres Kapitals (Eigenmittel) und Ertrags der ordentlichen Kapital- und Ertragsbesteuerung sowie bei Ausschüttungen auf Aktien der Couponsteuer. Das von der Fondsleistung verwaltete Vermögen (Anlagefonds) unterliegt der Kapitalsteuer von 1 Promille beziehungsweise für das 2 Millionen bersteigende Vermögen der Kapitalsteuer von 0.4 Promille.

    Bei der Anlagegesellschaft wird das Kapital als Ganzes (Eigenmittel und verwaltetes Vermögen) mit 1 Promille beziehungsweise für das 2 Millionen übersteigende Vermögen mit 0.4 Promille besteuert. Es findet keine Besteuerung des Ertrages statt; die Anlagegesellschaft ist von der Couponsteuer befreit.

    Die Vernehmlassung dauert bis 15. März 2006. Der Vernehmlassungsbericht kann bei der Regierungskanzlei oder über deren Homepage im Internet (www.rk.llv.li – Vernehmlassungen) bezogen werden.

Kontakt: Ressort Finanzen Martin Frick Tel.:  +423/236 60 09



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