Fürstentum Liechtenstein

pafl: Architektur als Poetik: Liechtenstein-Première in Berlin

      (ots) - Vaduz, 7. November (pafl) - Das Ibero-Amerikanische
Institut in Berlin feiert in diesem Herbst sein 75-jähriges
Bestehen. In dieser Zeit hat es sich als wichtigste Bibliothek für
Lateinamerika-Studien in der Welt etabliert. Viele Botschaften der
Länder Lateinamerikas bieten deshalb aus Anlass dieses Jubiläums
Festveranstaltungen in den Räumen des Instituts an. Am Donnerstag,
den 3. November, sprach der Botschafter des Fürstentums
Liechtenstein, Josef Wolf, im Bolívar-Saal ein Grußwort. Anlass
war die Hommage zum 80ten Geburtstag von Ricardo Porro, der eigens
aus Paris angereist war. Der Botschafter wies darauf hin, dass Porro
in Liechtenstein das Centre d’Art et de Communication im Beckagässle
in Vaduz gebaut hat, eine von Touristen und Architektur-Spezialisten
auf der ganzen Welt bewunderte Konstruktion.

    Die Hommage begann mit einem Symposium über Porros Entwicklung als Architekt und Künstler. Gerrit Confurius, der frühere Hauptredakteur der Architekturzeitschrift Daidalos, erläuterte die Geschichte der Entstehung des Kunstschulen-Komplexes Cubanacán in Havanna, des ersten öffentlichen Gebäudes, in dem Porro seine Ideen zur organischen Architektur zum Ausdruck bringen konnte. Anschließend erklärte Ineke Phaf-Rheinberger die Kontinuität von Porros Entwürfen am Beispiel des Centre d’Art et de Communication in Vaduz. (Sie ist Autorin des Buches Zur Architektur Ricardo Porros in Vaduz und Havanna (Triesen 2004), in dem die Hintergründe zu Porros Schaffen in Liechtenstein erläutert werden.) Ferner ergriffen Jean Robein, Architektur-Professor an der École Supérieure d’Architecture in Nantes, sowie Lothar Eckhardt, Architektur-Professor in Hamburg, das Wort.

    Der Höhepunkt des Nachmittags war der Festvortrag von Ricardo Porro selbst, in dem er auf die Details der Konstruktion seiner neuen Gebäude in Frankreich (z.B. des Instituts für zukünftige Hotelmanager und der Krankenhäuser für Alzheimer-Patienten) einging. Trotz seiner achtzig Jahre wirkt Porro wie in der Blüte seines Lebens. Das war für das zahlreiche Publikum, das diese Veranstaltung besuchte, eine inspirierende Erfahrung.

    Frau Ineke Phaf-Rheinberger dankte auch Walter Walch vom Hochbauamt in Vaduz für seine Unterstützung dieses Anlasses. (Das im Beitrag erwähnte Buch von Ineke Phaf-Rheinberger, Zur Architektur Ricardo Porros in Vaduz und Havanna ist über den Buchhandel und auch im Kunstmuseum Vaduz zu beziehen).



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